Die Koseltaler erhörten die Prophezeiung ihres sportlichen Leiters Sven Junge. "Wenn wir schon ein drittes mal auswärts antreten, dann wollen wir auch ins Viertelfinnale" orakelte Junge und wurde nicht enttäuscht. Der VfR Bad Lobenstein steht nach einem sicheren 3:0-Sieg in Walldorf in der nächsten Runde, die am 16. November ausgetragen wird.
Dabei hatten die Gäste im Meinigener Ortsteil aber ein mächtiges Brett zu bohren. Walldorfs Trainer Steven Abe hatte den VfR bei ihrem Pokalspiel in Bad Salzungen mit ihrem 2:0-Sieg zufällig beobachten können und wusste, was auf seine Mannschaft zu kommt. Entsprechend tief standen zunächst die Hausherren, so dass der VfR auch die ersten Chancen hatten. Eine erste Eingabe von Felix Muth erreichte den freien Sebastian Mai (3.), dessen Schuss Walldorfs Torhüter Robin Keller ebenso zu nichte machte wie den Riesen von Oliver Hölzel nach 6 Minuten. Jonas Kerschner zeigte sich nach 10 Minuten dann mit einem ersten Schuß auf das Tor von Richie Steinbach. Richtig gefährlich wurde es dann, als ein Zuspiel durch die VfR Abwehr rutschte und Lukas Schmidt frei vor Steinbach auftauchte, der VfR Keeper jedoch reaktionsschnell noch klären konnte. Der VfR war jedoch die treibende Kraft im Spiel, kam jedoch nicht entscheidend vor das Walldorfer Tor. Sebastian Mai versagten zudem die Nerven, als er in 44. Minute frei vor Keller, ihn nur anschoß.
War es in der 1. Halbzeit nur die spielerische Überlegenheit des VfR, kam ab der 50. Minute noch das numerische Plus dazu. Silas Bräuning zog gegen Tim Gössinger nach 50 Minuten die Notbremse und musste vorzeitig zum Duschen. Diese letzte Initialzündung nutzten die Koseltaler nun rigoros. Ein weiter Abschlag vom Keeper Richie Steinbach erreichte Sebastian Mai, der den Ball über den herauslaufenden Torhüter ins Netz legte (68.). Fortan wirbelten die Koseltaler die Heimmannschaft durcheinander und erneut war es Mai, der aus dem Stand ein Hölzel-Zuspiel trocken ins linke Eck legte (81.). Zwar rackten die Walldorfer vor allem über ihren schnellen Lennard Grahmann, Gefahr in Unterzahl entstand jedoch nicht mehr. Statt dessen nutzte Lucas Scholz noch einmal die Verwirrung, die der VfR im Strafraum produzierte und köpfte nach 88 Minuten den Endstand heraus.
Mit den drei Auswärtssiegen, alle gegen Mannschaften der Staffel 3 und einem Torverhältnis von 10:0, finden sich die Koseltaler nun im illustren Kreis der letzten 8 Mannschaften Thüringens, die weiter auf das große Los warten.
Die Statistik zum Spiel:
Torfolge: 0:1 Sebastian Mai (68.) 0:2 Sebastian Mai (81.) 0:3 Lucas Scholz (88.)
SV 1921 Walldorf: Keller - Bräuning (50. RK), Röhrig, Braun, Göbel (64. Mertens), Jobst (C), Kerschner (80. Niklas Schmidt), Grahmann, Hippe, Lukas Schmidt, Leifer
VfR Bad Lobenstein: Steinbach - Dittmar (C), Junge, Schröder, Gottschalk, Hölzel, Wiechert (64. Köcher), Muth (73. Bär), Mai (82. Pasold), Kohl, Gössinger (86. Scholz)
Zuschauer: 155
Schiedsrichter: Julius Gimm (Waltershausen)
|