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Männer Thüringenpokal

TSV Königshofen vs. BSG Chemie Kahla
1 : 3

Glanzlos in die nächste Runde

Spielbericht von xxxx

„Der Pokal hat seine eigenen Gesetze". „Der Ball ist rund." „Ein Spiel dauert 90 Minuten." Es gibt immer zwei Halbzeiten."

Man könnte die Liste der einschlägigen und allseits bekannten Fußball-Weisheiten sicherlich endlos fortsetzen und irgendwie würde immer eine Phrase auf dieses komische Spiel passen.

Chemie-Trainer Thomas Hurt hatte unter der Woche und auch direkt vor dem Spiel mehrfach gewarnt, dass das kein „normales" Spiel werden würde und er sollte Recht behalten - dass Duell entwickelte sich zu einem rassigen Pokalfight mit einem Gegner, der bis in die Haarspitzen motiviert, sehr tief stehend und auf schwer bespielbarem Geläuf alles reinwerfen würde, was das Fußball-ABC hergibt. Man wollte es Kahla so schwer wie möglich machen und dem Landesklasse-Team vor lautstarker Heimkulisse in die Suppe spucken. Thomas Hurt verlangte von seinem Team aber dennoch einen seriösen Auftritt mit klaren Offensivaktionen.

Königshofen verteidigte von Anfang an sehr diszipliniert und leidenschaftlich. Chemie wollte dennoch Fußball spielen und setzte gleich zu Beginn ein paar Duftmarken. In der 2. Minute eröffnete Kapitän Peter Rauscher mit einem geschlagenen Ball auf links außen zu Paul Schröter, der sich geschickt gegen seine Gegenspieler durchsetzt und scharf in die Box spielt, aber Gleu und Frank verpassten den Ballkontakt. Minute 5 - Haase steil auf Mayer, der bedient Adi Gleu, der anschließend nur noch per Foul gestoppt werden konnte. Der sehr souverän agierende Schiedsrichter Tarik El-Hallag zeigte folgerichtig auf den Punkt. Niklas Jahn nahm sich wie gewohnt die Kugel und … verschoss über die Kiste! Spätestens jetzt sollte jeder wissen, das wird hier heute eine schwere Nummer. Kahla dennoch weiter mit Offensivdrang. Paul Schröter kommt in der 11. Minute mit dem Kopf am bereits geschlagenen Königshofener Keeper vorbei, aber der Ball entwickelt zu wenig Druck und kann noch vor der Torlinie vom Verteidiger geklärt werden. Nick Mayer versuchte sich in der 14. Minute als Distanzschütze aus 25. Metern, aber auch dieser „Knaller" wurde gut vom Hüter Froh parriert. Eine Minute später dann langer Ball von Haase auf Jahn, der zieht nach inne und schließt trocken mit links ab, leider knapp über das Gehäuse. Die Saalestädter ließen zu viel liegen und man hatte zwar Chancen bzw. Halbchancen, aber man war unterm Strich zu ungefährlich. Man hätte durchaus 4:0 führen können. In Minute 21 hatte der Gegner Königshofen dann auch seine erste Möglichkeit. Über links außen kommt der agile Pascal Gröbe mit Geschwindigkeitsvorteil gegenüber Cedric Kauert zum Abschluss, aber Louis Stimmer ist auf dem Posten und hält souverän. In der 25. Minute Schock- Moment für die BSG. Nick Mayer wird unglücklich im Kieferbereich getroffen und musste benommen vom Feld. Ihn ersetzte Vincent Starkloff. Das Spiel plätscherte allmählich dahin und Kahla nahm Stück für Stück die robuste Spielweise des Gegners an. Es war nun ein „Kampfspiel" mit viel Stückwerk im Mittelfeld. Am Ende von Hälfte eins dann noch drei sehenswerte Aktionen: ein Distanzschuss von Nick Tänzer (40.) und eine schöne Einzelaktion von Paul Schröter (42.) für Chemie und ein weiterer Abschluss von Gröbe (45.+1) auf Seiten der Königshofener.

Nach der Pause kommen die Kahlaer sehr offensiv auf das Feld. Leider zu offensiv. Nach einer Ecke für die Porzellanstädter verteidigen die Königshofener mit Mann und Maus und schalten sofort nach vorn um. Kahla ist komplett ohne Restverteidigung und Pascal Gröbe läuft in hohem Tempo allein auf Louis Stimmer zu und versenkt den Ball - 1:0 für die Hausherren (51). In der 73. Minute prüft Nick Tänzer Torhüter Timothy Froh mit einem weiteren Schuss aus der Distanz. Danach ein weiterer Schockmoment - diesmal für den TSV. Routinier Michael Seibeck verletzte sich nach einem Zweikampf mit Nils Frank (ohne dessen Verschulden) am Knie. Der Unparteiische unterbrach die Partie bis zum Eintreffen der Rettungskräfte. An dieser Stelle alles Gute und baldige Genesung für „Seibe". Man hatte anschließend den Eindruck, dass die unfreiwillige Pause der BSG entgegenkam. Unermüdlich rannten die Jungs nun immer wieder mit ihren schnellen Offensivspielern auf das Königshofener Tor zu. Und sie wurden belohnt. Joker Dennis Harms erzielte den fälligen Ausgleich nach Eingabe von Maxim Haase (84.). Kahlas Trainergespann Hurt und Kellner beriet sich nun kurz taktisch, ob man weiter vorn drauf - oder auf Sicherheit – sprich Verlängerung gehen sollte. Man entschied sich schnell für die erste Variante. Und schon eine Minute später erwies sich diese Maßgabe als die richtige. Adrian Gleu lupfte nach feinem Pässchen von Niklas Jahn über Torwart Froh zum 2:1 aus Kahlaer Sicht. Den Schlusspunkt setzte Niels Frank. Der Offensivmann der BSG verwandelte den an Dennis Harms verursachten Strafstoß zum 1:3 Endstand. Harms verletzte sich beim Foul des Königshofener Verteidigers ebenfalls heftig am Unterschenkel und musste vom Platz getragen werden. Auch dir, lieber Dennis, gute Besserung!

Danach Abpfiff und durchatmen …

Fazit: Kahla am Ende mit mehr Durchschlagskraft und Luft. Aber Kompliment an den TSV Königshofen, der es den Chemikern über weite Strecken des Spiels sehr schwer gemacht hat. Nächste Woche (ebenfalls Sonntag, 15.00 Uhr) muss Kahla im Derby beim SV 08 Rothenstein ran. Bis dahin, allen eine schöne Woche.

Die Statistik zum Spiel:

Die Torfolge:
1:0 Pascal Gröbe (51.)
1:1 Dennis Harm (84.)
1:2 Adrian Gleu (85.)
1:3 Niels Frank (90.+3/ST)

TSV Königshofen:
Froh - Tischendorf (90.+7 Kerstner), Justin Reinhardt (87. Hertling), Hannes Gröbe, Himmstädt (90.+7 Schäfer), Linß, Pascal Gröbe, Häßner, Schölzel, Kenny Reinhardt, Seibeck (C / 87. Angermann)

BSG Chemie Kahla:
Stimmer - Kauert (57. Harms), Tänzer, Rauscher, Jahn, Gleu, Mayer (30. Starkloff), Schröter, Haase, Frank, Kacar

Zuschauer: 120

Schiedsrichter: Tarik El-Hallag (Jena)
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