Mit einem Last-Minute Tor sicherte Sandro Eichhorn seiner Eintracht das Weiterkommen im Landespokal.
Der FSV gewann die Begegnung gegen den Thüringenliga-Aufsteiger SC Weimar am Ende mit 2:1 Toren. Eine Stunde lang lief Hildburghausen einem Rückstand hinterher. Rechtsverteidiger Elias Mitzenheim mit dem Ausgleich und Goalgetter Sandro Eichhorn mit dem Siegtreffer ebneten den Weg fürs Weiterkommen. Die beiden liefen dann auch einträchtig und auswertend gemeinsam Richtung Umkleide nach unten und ließen noch einmal die Treffer Revue passieren.
Die Gastgeber hatten ihre Vierer-Abwehrreihe erneut geändert. Im Pokal rückte Jonas Treubig in die Innenverteidigung zu MK Johannes Schelhorn. Pamodou Sanyang rückte eine Position nach vorne. Außenverteidiger spielten Elias Mitzenheim und Konstantin Brückner. Hildburghausen gewann die Platzwahl und hatte auch gleich zwei verheißungsvolle Möglichkeiten. Ali Imedashvili traf nach 58 Sekunden nur den Pfosten. Den Distanzschuss von Maximilian Schneider aus 20 Metern wehrte Keeper Fabian Engelhardt mit einer Flugparade zur Ecke ab. Und dann kam bei einsetzendem Regen die kalte Dusche. Die Platzhirsche schafften es nicht, den Ball von hinten raus zu spielen. Weimar eroberte im Pressing das Leder und dann ging es ganz schnell. Über drei Stationen kam der Ball zu Kevin Calenius und der Mittelstürmer war erfolgreich (6.). Beim nächsten Angriff der Goethestädter konnte Julius Geyling den Schuss von Moritz Frank gerade noch zur Ecke klären. Und dann zeigte der Hildburghäuser Keeper mal wieder sein ganzes Können. Mit einem tollen Reflex verhinderte er beim Schuss von Maurice Scholz das 0:2. Auf der anderen Seite prüfte Sandro Eichhorn noch einmal Torwart Fabian Engelbrecht. So ging es in der Anfangsviertelstunde mächtig hin und her. Und in dieser Pause hätte es auch schon 3:3 stehen können.
Wichtig im Spiel der Gastgeber war der kämpferische Einsatz. Sie zwangen die Gäste immer wieder in Zweikämpfe und waren hier richtig griffig und giftig. Und dies zeigte beim Thüringenligist Wirkung. In ihrem Spiel blieb vieles nur Stückwerk. Bis zum Seitenwechsel passierte dann nur noch wenig. Hildburghausen musste nach Wiederbeginn mehr in die Offensive investieren. Trainer Dirk Forkel machte das mit einer Einwechslung und einigen Umstellungen im Mannschaftsgefüge. Max Kupfer ging in die Innenverteidigung der Viererkatte und Jonas Treubig rückte gleich zwei Positionen nach vorne. Und zehn Minuten später glückte der Ausgleich. Ali Imedashvili zog mit dem Leder am Fuß an und leitete das Leder weiter zu Elias Mitzenheim. Der aufgerückte Verteidiger bugsierte den Ball fast im Liegen am Gästekeeper vorbei (66.). Die Gastgeber wollten nun mehr. Weimar hatte es den Anschein, wollten sich in die Verlängerung retten. Denn nach vorne ging bei ihnen wenig. Es gab in der zweiten Halbzeit nicht mal einen Torschuss der Gäste.
Hildburghausen wollte nicht schon wieder (in der Auftaktrunde gegen Pößneck war es ja bereits der Fall) eine Verlängerung spielen. Nach einem langen Einwurf von Sandro Eichhorn und dem Abschluss von Jonas Treubig gab es Eckball. An diesem hereingeschlagenen Ball flog Pamodou Sanyang knapp vorbei. Beim nächsten Angriff hatte auf der rechten Seite Max Schneider viel Freiraum. Jonas Treubig versuchte es akrobatisch. Dahinter war aber noch Sandro Eichhorn. Er erlief sich das Leder, verlud seinen Gegenspieler und traf durch die Hosenträger des Keepers ins Tor (90.). Dieser Treffer löste Jubel bei den Platzhirschen aus. Auf der anderen Seite gab es einen niedergeschlagenen und getröpfelten Thüringenligisten. Nach zwei Niederlagen in der Liga folgte nun in der ersten Runde das Pokalaus.
Fazit: Der FSV Eintracht Hildburghausen hält die Fahne des KFA Südthüringen weiterhin im Wind. Denn von den fünf gestarteten Teams des Fußballkreises hat eben nur die Eintracht die erste Hauptrunde überstanden. Denn mit dem Kreispokalsieger Neuhaus-Schierschnitz (im Derby gegen Steinach) und Lauscha/Neuhaus beim Kreisligisten TSV Königshofen in der Qualifikations-Runde sowie Sonneberg und Steinach mit hohen Niederlagen in der ersten Hauptrunde sind die anderen vier schon raus. Hildburghausen ist noch im Lostopf und darf auf einen höherklassigen Gegner hoffen.
Die Statistik zum Spiel:
Torfolge: 0:1 Kevin Calenius (6.) ------------------------------------------ 1:1 Elias Mitzenheim (66.) 2:1 Sandro Eichhorn (90.)
FSV 06 Eintracht Hildburghausen: Geyling - Mitzenheim, Brückner, Schelhorn (C), Schneider, Treubig, Eichhorn (90.+1 Krüger), Imedasvili (67. Ilzé), Naumann (56. Kupfer), Rüffer, Sanyang
SC 1903 Weimar: Engelhardt - Dietrich, Szatmari (C), Sachs (71. Windhauer), Köhler, Julius Müller (76. Brüheim), Calenius, Orlamünde (81. Kircheis), Franz, Scholz (88. Alpha Oumar Barry), Zeitz
Zuschauer: 78
Schiedsrichter: Jan Weltzien (Suhl)
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