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Der FCC besiegt den ZFC Meuselwitz im Pokalfinale 2026 mit 1:0 und
gewinnt bei der 21. Finalteilnahme zum 16. Mal den Thüringer
Landespokal. Das goldene Tor des Tages erzielte Manassé Eshele
unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff.Über die
Stationen Weida, Greiz, Heiligenstadt, Schott und Erfurt zogen unsere
Jungs in dieser Saison ins 36. Finale des Thüringer Landespokals ein,
welches auch in diesem Jahr zur eher ungewöhnlichen Anstoßzeit von 11:30
Uhr angepfiffen wurde. Aufgrund der Wetterverhältnisse zeigten sich
aber vor allem die Spieler dankbar bei „nur" 23, statt der im
Tagesverlauf erwarteten 30 Grad auf dem Feld zu stehen.
Unser
Trainer Volkan Uluc nahm gegenüber des Derbysiegs nur eine Veränderung
in der Startformation vor. Der wieder genesene Manassé Eshele rückte für
den unter der Woche erkrankten Emeka Oduah in die Startformation.
Oduahs Gesundheitszustand ermöglichte aber zumindest einen Platz
zunächst auf der Bank. Auf dieser durften heute, wie im Landespokal noch
üblich, insgesamt sieben, statt der inzwischen in der Liga erlaubten
neun Spieler Platz nehmen.
Die erste Halbzeit nahm
nach circa vier Minuten fahrt auf, als Butzen erstmals über die rechte
Seite Richtung Grundlinie ging, seine Hereingabe aber von Nitschke ins
Toraus geklärt werden konnte. Im Anschluss an die fällige Ecke landet
der Ball im Strafraum der Meuselwitzer, die sich aber nur wenig Mühe
geben, das Spielgerät aus der Gefahrenzone zu befördern. Maxim Hessel
nutzte die riesige Lücke in der Abwehr und suchte aus 11 Metern den
Abschluss, welcher umgehend geblockt und somit zur nächsten Ecke geklärt
wird. Dieser brachte ebenso wenig ein wie der anschließende versuchte
Konter der Zipsendorfer. Nur wenig später wollten es die Gäste nach
ihrem ersten Eckball besser machen. Kapitän René Eckardt beförderte den
Ball in den Strafraum, wo Ben Nitschke am höchsten stieg, den Ball aber
knapp neben das Tor von Marius Liesegang platzierte. Meuselwitz hatte
Blut geleckt und wollte mehr. René Eckardt wurde aus der eigenen Hälfte
auf die Reise geschickt und hatte viel Platz und reichlich Zeit. Von
rechts zog er in den Strafraum und ging auf Marius Liesegang zu. Als
dieser ihm das kurze Eck freimachte, überlegte Eckardt wohl etwas zu
lang und spielte einen Ball, der weder Torschuss noch zielführende
Hereingabe in den Jenaer Fünfmeterraum war. Das Leder jedenfalls
trudelte parallel zur Torauslinie entlang bis ins gegenüberliegende
Seitenaus. Nach 17 Minuten gab es erneut Eckball für die in grün
gekleideten Meuselwitzer. Anders als zuvor brachte dieser aber keine
Gefahr für das Jenaer Tor, sondern wurde von unserer Defensive zum
gefährlichen Konter umgeleitet. Prokopenko und Lankford kombinierten
sich gefällig durchs Mittelfeld, ehe Letzterer mit dem Ball in den
Strafraum eindringt, drei Gegenspieler aussteigen lässt und zu Boden
geht… die Pfeife von Schiedsrichter Johannes Drößler allerdings blieb
stumm. Drei Zeigerumdrehungen später sind die Protagonisten beim FCC die
gleichen, das Zusammenspiel zwischen Prokopenko und Lankford gar noch
eine größere Augenweide als zuvor. Am Strafraum angekommen flankt
Prokopenko in Richtung langer Pfosten, wo Burmeister den schwer zu
verwertenden Ball aber nicht kontrolliert aufs Tor bringt. Nur kurz
danach sind die Protagonisten für Jena die gleichen. Prokopenko und
Lankford kombinieren sich vorzüglich durchs Mittelfeld bis an den
Strafraum der Gäste. Die Flanke in Richtung des langen Pfostens landet
zwar bei Burmeister, ist aber schwer zu verwerten. Nach einer kurzen
Trinkpause, das Thermometer im EAS zeigte inzwischen gut 25 Grad an,
setzten die Gäste das nächste Achtungszeichen. Nach einem langen Ball
aus dem Mittelfeld war Hansch gefährlich im Strafraum aufgetaucht, stand
plötzlich allein vor Liesegang und konnte diesen auch überwinden, ehe
Talabidi aus dem nichts herangrätschte und den Einschlag des Balles im
Tor verhindern konnte. Unsere Männer reagierten, setzten die Spieler des
ZFC jetzt zumehmend unter Druck und erzeugten damit mehr
Offensivaktionen, ohne dabei aber wirklich Torgefahr zu entwickeln.
Richtig gefährlich wurde es für Sedlaks Tor erst wieder, als in der 35.
Minute Burmeister sehenswert von links in den Strafraum flankte, Hessel
den Kopfball mit viel Gefühl gen rechten Pfosten beförderte, der besagte
Meuselwitzer Torhüter das Leder aber parieren konnte. Die erste
Halbzeit neigte sich dem Ende, selbst die dreiminütige Nachspielzeit war
schon fast vorbei, da spielte Maxim Hessel einen seiner unglaublichen
Diagonalbälle auf den linken Flügel. Kevin Lankford ging Richtung
Grundlinie, schien das Leder kurzzeitig sogar verloren zu haben, doch
setzte entschieden nach und konnte nach großem Kampf zurück in den
Fünfmeterraum legen, wo Manasse Eshele goldrichtig stand und unbedrängt
einschieben konnte. Es folgte ein Torjubel aus mehr als 10.000 Kehlen,
der einer Erlösung gleich kam. Wohl wissend, dass noch mindestens eine
weitere Halbzeit zu spielen war. Das Schiedsrichtertrio bewegte sich
noch während des Jenaer Torjubels in Richtung Kabinen, die Partie wurde
vor der Halbzeit gar nicht wieder angepfiffen. Eine durchwachsene
Halbzeit endet mit ihrem Höhepunkt, der FCC geht mit einer Führung in
die Kabine.
Im zweiten Durchgang steht der FCC
hinten Kompakt, versucht vor allem über Prokopenko Nadelstiche zu
setzen. Den größten Aufreger gab es in der 53. Minute, als Marius
Liesegang nach einem Rückpass nicht die richtige Anspielstation findet,
beim sichten des heran eilenden Eckardt kurz die Orientierung verliert,
sich dann aber für einen Klärungsversuch ins seitenaus entscheidet. Die
größte Chance für unsere Jungs den Deckel endgültig drauf zu packen, gab
es 12 Minuten später, als der eingewechselte Patrick Weihrauch einen
Eckball gefährlich an den Fünfmeterraum schlägt, wo Talabidi das Leder
in Richtung Tor köpft und Sedlak zu einer Glanzparade zwingt. Doch bevor
die fällige Ecke ausgeführt werden konnte, gibt es im Fünfmeterraum
eine Rudelbildung der Marke Pausenhof. Das Schiedsrichtergespann zeigt
Würr und Lankford stellvertretend gelb. Aus jeder Mannschaft einer
- gerechte Entscheidung! Und so vergeht die Zeit. Meuselwitz müsste
hinten auf machen, hat aber Angst in den entscheidenden Konter zu
laufen, Jena versucht mit Tempo über die Flügel zum 2:0 zu kommen, wird
aber vor dem Tor nicht gefährlich genug. Hoppes Versuch nach tollem Solo
über die linke Seite verfehlt den langen Pfosten nur knapp. So wurde es
in der Schlussphase dann doch nochmal spannend. Die Gäste warfen alles
nach vorn, animierten damit sogar den 300 Mann (und Frau) starken
Gästeblock nochmal zur Anfeuerung ihres Teams… doch vergebens. Auch der
aufgerückte Sedlak kann beim letzten Eckball der Partie nichts
ausrichten. Der Schiedsrichter beendet die Partie! DER FCC ist zum 16.
Mal Sieger des Thüringenpokals! Das emotionale Highlight des Tages
aber fand wenige Sekunden vor Abpfiff der Partie statt. Als Maurice
Hehne an der Seitenlinie zur Einwechslung bereit steht, ahnen wohl die
meisten der anwesenden Zuschauer im Stadion, was gleich passieren wird!
Nach insgesamt 221 Pflichtspielen im FCC Dress verlässt Justin Schau zum
letzten Mal den heiligen Rasen des Ernst-Abbe-Sportfelds. Kaum ein Auge
blieb trocken, als der „Kernberg- Gattuso", Identifikationsfigur,
Kampfsau und heimlicher Leader dieses Teams durch Maurice Hehne ersetzt
und anschließend vor der Trainerbank innig geherzt wird.
Auch
bei der Siegerrunde nach dem Abpfiff ist Schaui das Thema, wird
vor Nord- wie Südtribüne frenetisch gefeiert. Als krönenden Abschluss
seiner Profikarriere ist er es auch, der von Nils Butzen den Vortritt
bekommt und als erstes den Pokal in Richtung Jenaer Mittagssonne
strecken darf.
Die Saison 2025/26 endet für unsere
Jungs mit dem verdienten Pokalsieg. Großer Dank gebührt auch dem
scheidenden Trainer Volkan Uluc, der unserem Verein mit diesem Sieg die
Teilnahme am DFB Pokal und damit den Zugriff auf die großen Geldtöpfe
ermöglicht. Es war sein dritter Landespokaltriumph mit unserem FCC!
Volkan und allen Spielern, die den Verein verlassen, gilt es, Dank für eine tolle Zeit zu sagen. Alles Gute für Eure Zukunft!
Liebe
FCC FANS! Der größte Dank gehört jedoch Euch! Habt eine tolle und
erholsame Sommerpause! Wir freuen uns, Euch in der nächsten Saison
wieder zu sehen!
Die Statistik zum Spiel:
Tor: 1:0 Eshele (45.+3)
FC Carl Zeiss Jena: Liesegang - Butzen (C), Hessel, Reddemann, Talabidi - Fritz (83. Werner),
Schau (88. Hehne) - Burmeister, Lankford (83. Oduah), Prokopenko
(73. Hoppe) - Eshele (56. Weihrauch)
ZFC Meuselwitz: Sedlak - Oke, Rehder (87. Trübenbach), Nitschke, Pfeil - Hansch,
Stiller (63. Fischer), Schmökel, Pauling (78. Pilger) - Eckardt (C), Wurr (63. Baldé)
Zuschauer: 10.564
Schiedsrichter: Johannes Drößler (Gotha)
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