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TFV-Landespokal, 1. Runde – Die Freitagspiele

Starke-Viererpack und Meuselwitzer Gala: Favoriten setzen sich durch

Die Ergebnisse im Überblick

SG Traktor Teichel – BSG Chemie Kahla 3:2 (1:1)
SV Schmölln 1913 – ZFC Meuselwitz  0:7 (0:5)
Eurotrink Kickers FCL Gera – TSV Gera-Westvororte  5:6 n.E. (1:0)
SpG SV Thalbürgel – SC 1903 Weimar  2:4 n.V. (0:1)
SpVgg. Siebleben 06 – 1. SC Heiligenstadt  2:5 (0:3)
SV Eintracht Eisenberg – FC Einheit Rudolstadt 0:4 (0:4)

Der Freitagabend eröffnete die 1. Runde im TFV-Landespokal. Sechs Partien standen auf dem Programm, allesamt angepfiffen um 18 beziehungsweise 18:30 Uhr. Der Abend hielt alles bereit, was den Pokal ausmacht: Klassenunterschiede wurden ausgehebelt, ein Spiel wurde erst im Elfmeterschießen entschieden, und Stürmer Manfred Starke schoss den FC Einheit Rudolstadt im Alleingang weiter. Insgesamt verfolgten 1.443 Zuschauer die sechs Begegnungen.


SG Traktor Teichel – BSG Chemie Kahla 3:2 (1:1)

Kreisoberliga gegen Landesklasse

Der Underdog aus Teichel setzte sich in einem wilden Pokalfight gegen den favorisierten Landesklassisten aus Kahla durch. Vor 150 Zuschauern auf dem Rasenplatz in Rudolstadt entwickelte sich von Beginn an ein offener Schlagabtausch. Anton Crecelius brachte die SG in der 20. Minute in Führung, ehe Neuzugang Paul Bammler nur vier Minuten später für Kahla ausglich. Tino Langhammer schoss Teichel in der 49. Minute erneut nach vorn, doch Danny Diller beantwortete den Treffer in der 79. Minute mit dem 2:2. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit vergab Evan Häußer einen Foulelfmeter für die Gastgeber – der verschossene Strafstoß blieb lange die Fußnote des Abends. Ab der 53. Minute spielte Kahla nach gelb-roter Karte gegen Cedric Kauert in Unterzahl, konnte die Überzahl aber lange nicht nutzen. Erst in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit fiel die Entscheidung: Ben Hörcher traf in der 90.+2 Minute zum umjubelten 3:2-Siegtreffer und schickte Teichel in die nächste Runde.

Torfolge: 1:0 Anton Crecelius (20.), 1:1 Paul Bammler (24.), 2:1 Tino Langhammer (49.), 2:2 Danny Diller (79.), 3:2 Ben Hörcher (90.+2)

Besondere Vorkommnisse: verschossener Foulelfmeter Evan Häußer (SG Teichel, Nachspielzeit 1. HZ) · Gelb-Rote Karte Cedric Kauert (Kahla, 53.)

Zuschauer: 150

Schiedsrichter: Johannes Christian Peter


SV Schmölln 1913 – ZFC Meuselwitz    0:7 (0:5)

Landesklasse gegen Oberliga

Der Fußball-Oberligist ZFC Meuselwitz löste seine Pokalaufgabe im strömenden Regen souverän. Vor 483 Zuschauern in der Sparkassen-Arena ließ die Mannschaft von Trainer Georg-Martin Leopold dem Landesklassisten aus Schmölln keine Chance. Kingsley Prince Madumere eröffnete den Torreigen bereits in der 3. Minute nach einem sehenswerten Konter, Florian Hansch köpfte in der 7. Minute zum 0:2 ein. Eric Stiller erhöhte mit einem Doppelpack per Kopf in der 17. und 26. Minute auf 0:4, ehe Madumere in der 41. Minute mit seinem zweiten Tor bereits zur Pause für die Vorentscheidung sorgte. Der SV Schmölln blieb bemüht, Eric Lochmann scheiterte in der 31. und 61. Minute jeweils am starken Torhüter Lukas Sedlak. Nach der Pause schraubten Justin Smyla per Kopf (50.) und Felix Müller nach einer weiteren Ecke (63.) das Ergebnis auf 0:7 in die Höhe. Kurz vor Schluss hatte sogar Meuselwitz noch eine Großchance zum achten Treffer, Nils Schätzle scheiterte in der 90. Minute jedoch an der Querlatte.

Torfolge: 0:1 Kingsley Prince Madumere (3.), 0:2 Florian Hansch (7.), 0:3 Eric Stiller (17.), 0:4 Eric Stiller (26.), 0:5 Kingsley Prince Madumere (41.), 0:6 Justin Smyla (50.), 0:7 Felix Müller (63.)

Zuschauer: 483

Schiedsrichter: Steffen Läsker


Eurotrink Kickers FCL Gera – TSV Gera-Westvororte    5:6 n.E. (1:0)

Landesklasse gegen Thüringenliga

Das Lokalduell in Gera entwickelte sich zum längsten und dramatischsten Abend der Runde. Vor 276 Zuschauern auf dem Sportplatz Karl-Harnisch brachte Zausch die Kickers in der 36. Minute in Führung. Die Partie musste zur Pause vorzeitig unterbrochen werden, nachdem sich ein Spieler in der 46. Minute schwer verletzte. Ein vermeintliches 2:0 der Kickers in der 76. Minute wurde wegen einer Abseitsstellung aberkannt, ehe Lätz in der 78. Minute für Westvororte ausglich. In der Verlängerung wurde die Sicht auf dem Platz mit zunehmender Dunkelheit schlechter. Nach 120 torlosen Zusatzminuten musste ab der 121. Minute das Elfmeterschießen entscheiden. Dort behielt Gera-Westvororte die Nerven und zog knapp in die 2. Hauptrunde ein.

Torfolge: 1:0 Marc Arno Zausch (36.), 1:1 Christopher Lätz (78.) – im Elfmeterschießen Endstand 5:6

Besondere Vorkommnisse: Spielunterbrechung nach Verletzung (46.) · aberkanntes Tor wegen Abseits (76.) · Entscheidung im Elfmeterschießen nach Verlängerung

Zuschauer: 276

Schiedsrichter: Louis Gaudes


SpG SV Thalbürgel – SC 1903 Weimar    2:4 n.V. (0:1)

Kreisoberliga gegen Landesklasse

Für die Spielgemeinschaft Thalbürgel/Bürgel war es seit der Fusion 2011 die erste Teilnahme am Thüringenpokal – und sie sorgte für einen echten Pokalkrimi. Vor 189 Zuschauern auf dem Sportplatz Thalbürgel ging der Gast früh in Führung: Justin-René Szatmari traf in der 29. Minute zum 0:1. Erst in der 69. Minute glich Robin Küfner per Foulelfmeter für die Gastgeber aus, ehe Paul Margraf mit einem Kopfballtreffer in der 72. Minute die erneute Führung für Weimar herstellte. Orhan Ahmeti brachte Thalbürgel in der 81. Minute mit dem 2:2 zurück ins Spiel und zwang die favorisierten Weimarer in die Verlängerung. Dort entschied die individuelle Klasse: Maximilian Rast traf in der 105.+2 Minute zum 2:3, Frederik Windhauer setzte mit einem direkt verwandelten Freistoß in der 116. Minute den Schlusspunkt zum 2:4-Endstand.

Torfolge: 0:1 Justin-René Szatmari (29.), 1:1 Robin Küfner (69., Foulelfmeter), 1:2 Paul Margraf (72.), 2:2 Orhan Ahmeti (81.), 2:3 Maximilian Rast (105.+2), 2:4 Frederik Windhauer (116.)

Zuschauer: 189

Schiedsrichter: Moritz Becker


SpVgg. Siebleben 06 – 1. SC Heiligenstadt    2:5 (0:3)

Landesklasse gegen Thüringenliga

Der klassenhöhere Gast aus Heiligenstadt gewann letztlich verdient, musste sich den Erfolg gegen kämpferische Sieblebener aber hart erarbeiten. Vor 207 Zuschauern auf dem Sportplatz Siebleben brachte Fabian Schnellhardt Heiligenstadt in der 15. Minute in Führung. Martin Fiedler erhöhte in der 41. Minute auf 0:2, ehe Schnellhardt kurz vor der Pause in der 44. Minute mit seinem zweiten Treffer bereits für eine Drei-Tore-Führung sorgte. Siebleben zeigte in Durchgang zwei Moral: Andreas Jewtschuk verkürzte per Kopfball in der 52. Minute, Michele Lehmann folgte in der 59. Minute mit einem verwandelten Handelfmeter zum 2:3. Der Anschluss blieb jedoch die letzte Annäherung der Gastgeber. In der 82. Minute sah Lenny Hüneke nach einer Notbremse die Rote Karte. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Maciej Wolanski zu seinem ersten Saisontor. In der Nachspielzeit setzte Ole Hoch in der 90.+6 Minute mit dem 2:5 den Schlusspunkt. Sieblebens Torhüter Kirchner hielt seine Mannschaft mit mehreren starken Paraden lange im Spiel.

Torfolge: 0:1 Fabian Schnellhardt (15.), 0:2 Martin Fiedler (41.), 0:3 Fabian Schnellhardt (44.), 1:3 Andreas Jewtschuk (52.), 2:3 Michele Lehmann (59., Handelfmeter), 2:4 Maciej Wolanski (82., Foulelfmeter), 2:5 Ole Hoch (90.+6)

Besondere Vorkommnisse: Rote Karte Lenny Pepe Hüneke (Siebleben, 82.)

Zuschauer: 207

Schiedsrichter: Konrad Götze


SV Eintracht Eisenberg – FC Einheit Rudolstadt    0:4 (0:4)

Landesklasse gegen Oberliga

Ein Mann entschied dieses Pokalspiel im Alleingang: Manfred Starke schoss den Fußball-Oberligisten Einheit Rudolstadt mit einem Viererpack praktisch im Alleingang in die 2. Hauptrunde. Vor 138 Zuschauern im Sportpark Schortental erwischte der Gast den besseren Start. Bereits in der 3. Minute traf Starke nach Zuspiel von Luka Jović zum 0:1, in der 22. Minute erhöhte er auf 0:2. Nach einer weiteren Ecke köpfte Starke in der 29. Minute zum 0:3 ein. Mit einem gechippten Ball über den Torhüter stellte er in der 43. Minute noch vor der Pause den 0:4-Endstand her. Eisenberg blieb bemüht, kam durch Leander Roelofs (35. Minute) zur besten eigenen Gelegenheit, fand gegen konzentriert verteidigende Rudolstädter aber kein Mittel mehr. Trainer Hendrik Faik zeigte sich nach der Partie zufrieden mit dem Weiterkommen.

Torfolge: 0:1, 0:2, 0:3, 0:4 Manfred Starke (3., 22., 29., 43.)

Zuschauer: 138

Schiedsrichter: Johannes Drößler

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