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Männer Thüringenpokal

Herpfer SV 07 vs. FSV 1996 Preußen Bad Langensalza
2 : 0

Preußens' Pokalfluch hält an

Spielbericht von Homepage FSV 1996 Preußen Bad Langensalza

Der Pokalfluch seit dem Pokalfinale 2019 hält weiterhin an. Auch beim Landesklasse-Aufsteiger Herpfer SV ging für die Preußen im dortigen Waldstadion der Kelch des frühen Ausscheidens nicht vorüber.

Dabei hatten Trainer und Verantwortliche im Vorfeld sehr deutlich vor den kampfstarken Gastgebern gewarnt. Am Ende war es eine enttäuschende Vorstellung der Wirth-Elf, bei der alles zusammenkam, was einen typischen Pokalkampf zwischen Underdog und Favorit ausmacht.

Herpf agierte von Beginn an defensiv kompakt, während den Kurstädtern die Ideen fehlten, um sauber durchzuspielen. Als Schleip sich einmal im Strafraum durchsetzte, landete sein Abschluss am Pfosten (24.). Die Gastgeber hatten in der ersten Hälfte lediglich einen nennenswerten Abschluss: Lind knallte die Kugel über den Kasten (27.). Ansonsten gab es viel Ballbesitz für Bad Langensalza, allerdings ohne wirkliche Gefahr.

Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag. Einen langen Ball in den Sechzehner der Gastgeber konnte Göhring nahezu unbedrängt zur Führung für Herpf einnetzen. Das spielte den Hausherren natürlich in die Karten. Im Gegenzug boten sich Zopf und Rösener zweimal Riesenchancen zum Ausgleich, doch die Preußen scheiterten irgendwie an allem, was sich auf der Torlinie befand. Auch Schleips Abschluss ging vorbei.

Die Konter der Einheimischen wurden zunehmend gefährlicher. Erst Fuchs, dann Safradin hätten den Sack bereits vorzeitig zumachen können. Herpf steigerte sich immer mehr ins Spiel, während die Wirth-Elf zunehmend an sich selbst verzweifelte. Mit dem 2:0 durch Fuchs zehn Minuten vor dem Ende war die Messe gelesen.

Auch die anschließenden Tumulte auf dem Platz mit wilden Schubsereien schadeten eher den Kurstädtern. Mit einfachen Mitteln konnten die Herpfer ihren Vorsprung verteidigen. Eine weitere Enttäuschung in Sachen Pokal gilt es für Bad Langensalza nun zu verarbeiten.

Dass in einem solchen Spiel auch der Unparteiische seinen Beitrag „lieferte", sei dahingestellt und war keinesfalls ursächlich für die eigene Leistung. Es war trotz allem ein schwacher Auftritt von Andre Blank, der insbesondere Safradin Narrenfreiheit gab. Ob Grätschen in den Mann, Ball wegschießen oder einfach mal die Kugel im Spiel fangen – Safradin bemühte sich sehr um den Gelben Karton, doch der Unparteiische ließ ihn immer wieder gewähren. Als Safradin schließlich noch eine Tätlichkeit an Zopf beging, bekam er die längst überfällige Verwarnung. Sein aktives Mitwirken hätte jedoch spätestens nach einer Stunde beendet sein müssen.

Sei es drum: Auch das gehört zur Geschichte eines Pokalspiels, welches die Gastgeber im Endeffekt nicht unverdient gewannen. Die Preußen waren schlicht nicht bereit, den erwartbaren Kampf im Waldstadion anzunehmen.

Die Statistik zum Spiel:

Torfolge:
1:0 Leon Göring (49.)
2:0 Lukas Fuchs (81.)

Herpfer SV 07:
Spomer - Zöller (C), Safradin, Fuchs (89. Wolff), Lind (90.+4 Grambs), Enzian, Damm (80. Greiner), Mai, Göring, Lehmann (74. Kämmer), Fernholz

FSV 1996 Preußen Bad Langensalza:
Patzer - Zopf (65. Seifert), Schleip, Schack, Noak, Rösener, Linz (65. Harbauer), Engel (C / 72. Aliyev), Dietrich (86. Eichentopf), Weißenborn, Pietsch

Zuschauer: 220

Schiedsrichter: André Blank (Borsch)
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