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Männer Thüringenpokal

BSV Eintracht Sondershausen vs. SV Germania Wüstheuterode 1921
3 : 2

Pokalflaute beendetRothe köpft Eintracht in die nächste Runde

Spielbericht von René Fischer (Sondershausen)

Landespokal und der BSV Eintracht Sondershausen – das passte in den vergangenen Jahren nicht so richtig zusammen. Dazu kam nur ein mageres Pünktchen aus den ersten beiden Heimspielen der neuen Saison und mit dem SV Germania Wüstheuterode ein schwerer Gegner vor der Brust. Nicht viele der Zuschauer wollten deshalb so recht an einen erfolgreichen Sondershäuser Fußballnachmittag glauben.

Das Spiel gegen Wüstheuterode brauchte allerdings keine Aufwärmphase. Bereits in der zweiten Minute hatte Eintrachts Florian Cepa die große Chance zur Führung, verzog jedoch knapp. Die Germanen taten es ihm nur eine Minute später auf der anderen Seite gleich. In Minute fünf war es erneut Cepa, dessen Versuch dieses Mal an der Latte landete. Moritz Anhalt traf für die Eichsfelder in der 15. Minute aus dem Nichts das Lattenkreuz.Nur eine Minute später hätte der Ball auch auf der anderen Seite im Netz landen können. Der mit Schmerzen ins Spiel gegangene Markus Menke legte jedoch noch einmal ab, statt selbst den Abschluss zu suchen. Als Menke in der 26. Minute stark auf Patrick Rothe passte, verzog dieser nur knapp über die Latte. Es sollte an diesem Nachmittag sein letzter Fehlschuss bleiben.Nach dem Chancenfestival der ersten halben Stunde fiel dann doch ein Treffer – allerdings für die Gäste. Der Eichsfelder Landesklasse-Torschützenkönig Luca Hagemann wurde scharf vor dem Tor angespielt und hatte wenig Mühe, zum 0:1 zu vollenden. In Spielen mit VAR wären die Chancen sicherlich nicht schlecht gewesen, dass der Treffer wegen einer Abseitsstellung zurückgenommen worden wäre. So aber blieb es beim Rückstand (36.).

Der zweite Durchgang begann wie der erste – mit einer knapp verzogenen Chance von Florian Cepa. Doch in der 57. Minute sollte es endlich klappen mit dem Sondershäuser Treffer. Zunächst scheiterte Markus Menke an Torwart Trümper, doch der diesmal im Angriff aufgebotene Patrick Rothe verwandelte den Nachschuss zum verdienten Ausgleich. Die Eintracht blieb am Drücker und hatte durch Menke und Franz Werth weitere gute Möglichkeiten. Bei der Führung bekam Rothe nach Lukas´Caspars Traumpass schließlich Unterstützung von Wüstheuterodes Gabriel Bode, der den Ball in der 74. Minute unhaltbar für seinen eigenen Keeper ins Netz lenkte. Das Spiel war gedreht – allerdings zunächst nur für vier Minuten. Erneut war es Luca Hagemann, der mit einer beinahe exakten Kopie seines ersten Treffers die einzige echte Eichsfelder Chance im zweiten Durchgang zum 2:2 nutzte. Große Aufregung herrschte anschließend auf der Eintracht-Bank. Ein Zweikampf im Strafraum sowie ein aus Sondershäuser Sicht klares Handspiel wurden nicht zugunsten der Gastgeber bewertet. Trainer Axel Duft brachte sein Protest eine Gelbe Karte ein. Doch die Eintracht wollte die Entscheidung – und bekam sie. Was folgte, war ein Angriff wie aus dem Lehrbuch: Der unermüdlich rackernde Marius Mrowka eroberte einen eigentlich schon verloren geglaubten Ball zurück und leitete ihn mit der Hacke weiter. Über die rechte Außenbahn kam der Ball zum eingewechselten Justin Blanke, der eine butterweiche Flanke in den Strafraum schlug. Dort stieg Patrick Rothe hoch und hämmerte den Ball mit dem Kopf unhaltbar in die Maschen. Der 36-jährige Aushilfsstürmer avancierte damit endgültig zum Matchwinner. Wüstheuterode versuchte in den verbleibenden Minuten noch einmal zu reagieren, konnte jedoch keine wirkliche Gefahr mehr ausstrahlen.

So stand am Ende ein verdienter 3:2-Erfolg und damit der erste Pokalsieg der Eintracht seit drei Jahren. Nun darf man auf dem Göldner gespannt sein, wen das Los in der nächsten Runde bringt.

Die Statistik zum Spiel:

Torfolge:
0:1 Luca Hagemann (36.)
----------------------------------------------
1:1 Patrick Rothe (57.)
2:1 Gabriel Bode (75./ET)
2:2 Luca Hagemann (79.)
3:2 Patrick Rothe (84.)

BSV Eintracht Sondershausen:
Hartling - Frenzel, Mrowka, Werth, Shirzad (68. Lukas Caspar), Menke (89. Böse), Koch, Cepa (85. Paul Felsberg), Rothe, Haspra (C), Ortlepp (74. Blanke)

SV Germania Wüstheuterode 1921:
Trümper - Osburg (82. Wolff), Flieger, Gastrock-Mey, Herburg, Hagemann, Thunert (C), Anhalt, Bode (79. Dreiling), Spies, Kiep

Zuschauer: 140

Schiedsrichter: Leon Maximilian Metz (Erfurt)
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