Der höherklassige Gast startete anders als vor sieben Jahren mit viel Druck in dieses Spiel gegen den Landesklassisten und erfüllte schon zur Pause die Aufgabe von Trainer Hendrik Faik: „Insgesamt war es unser Ziel, souverän und zu Null die nächste Runde zu erreichen. Das haben wir geschafft." Aber auch Gegenüber Jens-Uwe Penzel, der genau wie Marco Riemer oder Marco Starke beim FC Carl Zeiss Spuren hinterlassen hat, war trotz des, wie er betonte, hochverdienten Sieges der Einheit nicht unzufrieden: „Von daher war insbesondere unsere 2. Halbzeit ganz in Ordnung. Wir können mit diesem 0:4 ganz gut leben." Schon nach knapp 60 Sekunden verpasste Ron Wachs das 1:0 für die Rudolstädter, denn er verzog bei einer scharfen Eingabe von Lenny Weigand. Doch dann folgte der erste erfolgreiche Versuch von Manfred Starke. Der erfahrene Kicker traf nach Zuspiel von Luka Jovic mit einem Schluss ins lange Eck (3.). Kurz darauf rettete ein Eisenberger auf der Linie (6.) und nach zwei Eckbällen für den FC und viel Tempo atmete der Oberligist etwas durch. So kam auch die Eintracht zum ersten Schuss (16.). Nach 19 Minuten scheiterte Starke in aussichtsreicher Position am starken Keeper Nick Oertel. Doch der war wenig später beim 2:0 durch Starke chancenlos (22.). Dann hatte wohl niemand beim Gastgeber auf der Rechnung, dass Starke bereits zwei Mal getroffen hatte, denn der Ex-Jenaer stand bei Eckball Nummer 4 völlig frei und wuchtete die Kugel per Kopf in die Maschen (29.). Nach einer weiteren Ecke traf Ole Hähnert nur die Latte und verfehlte auch im Nachschuss das Ziel um Haaresbreite (34.). Danach kam auch Eisenberg zur ersten Chance, aber Leander Roelof hatte nicht das Schussglück (35.), um einen Treffer zu erzielen. Besser machte es da der Gast, denn Starke chippte einen Ball über Oertel hinweg ins Gehäuse (43.). Damit war der Viererpack durch den 35-jährigen ehemaligen namibischen Nationalspieler schon beim Seitentausch perfekt. Penzel war zu diesem Zeitpunkt mit dem Abwehrverhalten seiner Elf nicht so recht zufrieden: „Bei manchen Gegentoren haben wir es den Rudolstädtern auch zu leicht gemacht. Wenn ich zum Beispiel an die Ecke denke, nach der Manni Starke völlig frei einköpft. Da sind wir einfach nicht eng genug daran. Oder auch das letzte Tor vor der Halbzeit, wo wir den klaren Ball nach hinten spielen müssen." Auch im zweiten Durchgang blieb Rudolstadt dominant, schraubte das Eckenverhältnis auf zwölf Standards herauf, konnte aber trotz bester Gelegenheiten keinen weiteren Treffer erzielen. So zeigte sich der SV Schlussmann bei den „Riesen" von Wachs (47.) und des eingewechselten Marwan Kponton (63.) auf dem Posten. Auch weitere Möglichkeiten durch Starke (76.), Nima Amiri (82.), Riemer (85.) – hier wurde erneut auf der Linie gerettet – oder zwei Schüssen ans Aluminium brachten nichts Zählbares mehr für den Oberligavertreter ein. Zudem schienen die Gäste vor dem gegnerischen Tor nicht mehr so konzentriert zu sein wie in den ersten 45 Minuten. Denn sie tauchten zwar ganz oft vor dem Kasten des nun aufs Feld gekommenen Justin Gleitsmann auf, brachten das Spielgerät aber nicht mehr in seiner Box unter. In einer Begegnung, mit der Regionalliga-Schiedsrichter Johannes Drößler keinerlei Mühe hatte und sogar ohne Verwarnung auskam, blieb es beim Halbzeitstand. Jens-Uwe Penzel, übrigens seit mehr als einem Jahr in Rudolstadt wohnend, meinte: „Im Großen und Ganzen war der Sieg für Rudolstadt hochverdient. Ihr hattet noch Pfosten – und Lattenschüsse und wart frei vor dem Tor." Hendrik Faik hatte diese Auffassung: „Dass wir in der 2. Halbzeit nicht mehr die Leistung abgerufen haben, ist in Gänze natürlich nicht zufrieden stellend. Wir wollten das Ergebnis schon ein wenig höher gestalten. Das haben wir nicht geschafft. Doch am Ende zählt in der 1. Runde das Weiterkommen und das haben wir geschafft. Von daher sind wir erst einmal zufrieden."
Die Statistik zum Spiel:
Torfolge: 0:1 Manfred Starke (3.)
0:2 Manfred Starke (22.)
0:3 Manfred Starke (29.)
0:4 Manfred Starke (43.)
SV Eintracht Eisenberg: Oertel (46. Gleitsmann) - Dehne, Prieger (C), Schramm, Rauscher, Stäps (46. Darwish), Mücke, Fischer, Theil (63. Strobel), Roelofs (63. Briss), Schneider (72. Otto)
FC Einheit Rudolstadt: Bresemann - Chentoufi (67. Giebel), Prokopp, Schlegel (46. Riemer), Starke, Krahnert (C), Jovic, Steinhäuser (67. Rupprecht), Hähnert, Wachs (61. Amiri), Weigand (61. Kponton)
Zuschauer: 139
Schiedsrichter: Johannes Drößler (Gotha)
|