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Frauen Landespokal

SV Geismar 1952 vs. F.F.C. Gera
0 : 11

Gera löst die Aufgabe auch zu zehnt souverän

Spielbericht von Stefan Drößiger (Gera)

Zum Abschluss der Sommerrunde stand das Pokalviertelfinale beim Landesklassisten SV Geismar 1952 auf dem Progamm. Jenes Geismar, wo wir vor 2 Jahren schon einmal aktive waren und dort 3:1 gewonnen hatten. Wir reisten mit Respekt in die Rhön, hatte doch Geismar im Achtelfinale Weimar aus dem Rennen geworfen. Die Aufgabe "Rhön" wurde zudem erschwert, da man aufgrund von zahlreicher Ausfälle (Urlaub, Arbeit und verletzt) nur 10 Spielerinnen zur Verfügung hatte.

Trotz der nummerischen Unterzahl legten wir wie die Feuerwehr los. Bereits nach 6 Minuten klingelte es schon im Kasten von Geismar. Sabrina Fichtler spielt einen Pass aus der eigenen Hälfte auf außen. Dort setzt Janine Gebert zum Solo an und flankt flach in den Strafraum und Lea Heß hat keine Mühe den Ball über die Linie zur Führung zu drücken. Weiter ging der F.F.C.-Express. Keine vier Minuten später der nächste Streich. Janine Gebert erläuft einen schnell ausgeführten Einwurf von Lea Heß, geht erneut bis zur Grundlinie durch. Der Rückpass kann von Alexandra Kliemank aufgenommen werden. Alexandra sieht die besser postierte Susanne Bönisch stehen. Diese lässt sich nicht zweimal bitten und vollendet überlegt zum 2:0. Somit war früh klar, wer hier Weiterkommen will. In der Folgezeit bestimmen wir weiter die Partie - man merkt nicht den nummerischen Unterschied - Geismar mit 11 Spielerinnen und wir mit 10. Beim 3:0 nach 27 Minuten war Janine Gebert die Vorbereiterin. Analog der ersten beiden Tore, diesmal kam der Pass auf Janine von Susanne Bönisch, konnte sich dieses mal Elsa Trepschinski in die Torschützinnenliste eintragen. Nach 30 Minuten ein Hochkaräter für uns. Ein zu kurz geratener Abstoß von Geismar kann Elisa abfangen. Ihr Schuss aus rund 30m verfehlt nur knapp das Ziel. Bis zur Pause bemühte sich Geismar das Ergebnis im Rahmen zu halten, wir taten auch nicht mehr als nötig und so ging es mit der 3:0-Führung in die Kabinen.

In der Halbzeit appellierte das Trainer-Trio, nicht 1-2-Gänge zurück zu schalten, sondern weiter das Spiel an sich zu reisen und weitere Tore nachzulegen. Man wollte Geismar nicht das Gefühl geben, das hier noch was für die Gastgeberinnen möglich ist.

Mit gehörig Schwung kamen wir aus der Kabine. Bereits nach 46 Minuten knallte Lea Heß eine scharfe Eingabe von Janine Gebert an den Pfosten. Wir setzten gleich zur 2. Welle an und prompt war Janine wieder in Ballbesitz. Ihr Pass erreicht Susanne Bönisch und Lea Heß veredelt dieses "Brack" zum 4.0. Nun war die Moral von Geismar gebrochen. Nun ging es Schlag auf Schlag. Ein Eckball kann von Geismar nicht genügend geklärt werden, Sabrina Fichtler flankt gekonnt nach innen und Elisa Trepschinski markiert das 5:0 (56.). Danach belohnt sich Janine Gebert mit einem Doppelpack für ihre großartige Leistung. Das 6:0 von ihr bereitet Alexandra Kliemank per Flanke vor (60.). Zwölf Minuten später der 2. Streich von Janine. Elisa Trepschinski legte mustergültig für sie auf. Zwischen beiden Toren lag die einzige nennenswerte Chance von Geismar an diesem Tage. Geismar kam zu einem Eckball, der allerdings vermieden werden hätte können. Dieser wird aus 6m über das Tor geköpft (65.). In der 76. Minute wurde Susanne Bönisch im Strafraum gelegt. Den Strafstoß verwandelte, die an diesem Tag fast beschäftigungslose, Keeperin Juliane Kremke souverän zum 8:0. Geismar kam nun kaum noch über die Mittellinie und wir ließen einfach nicht nach. Keine 2 Minuten nach dem 8:0 lag der Ball erneut im Tor von Geismar - Lea Heß war mit ihrem 3. Treffer im Spiel zur Stelle. Dieses mal war Sabrina Fichtler die Wegbereiterin. Beim anschließenden 10:0 schickte Elisa Trepschinski Susanne Bönisch auf die Reise. Susanne holte sich im Sprint das Spielgerät und ließ den Gastgeberinnen keine Chance (83.). Den Schlusspunkt in der einseitigen Partie setzten die Gastgeberinnen - eine Eingabe von Sabrina Fichtler landete im Geismarer Tor - Nadine Blank überwand ihre eigene Keeperin (90.).

Fazit: Ein verdienter Sieg, den wir trotz Unterzahl bedingungslos ausspielten. Nach dem 4:0 war die Moral der Gastgeberinnen gebrochen. Man ließ auch nach der Halbzeit nicht nach und gewann völlig verdient zweistellig. Ausschlaggebend für das Weiterkommen war der enorme Teamgeist. Nun hoffen die F.F.C.-Verantwortlichen, das sich das Lazarett in der Winterpause lichtet und man mit vollen Kader die Sommerrunde in Angriff nehmen kann. Geismar hatte an diesem Tag auch einige Ausfälle zu beklagen und geriet gegen eine F.F.C.-Elf unter die Räder. Wir feiern den Halbfinaleinzug und warten nun gespannt auf die Auslosung, wo noch Erfurt, Sundhausen und der Sieger Uder/USV Jena II im Lostopf sind. Zudem fanden wir in Geismar einen super bespielbaren Rasen vor und bedanken uns bei der Gastfreundlichkeit des SV Geismar.


Die Statistik zum Spiel:

Torfolge:
0:1 Lea Heß (6.)
0:2 Susanne Bönisch (10.)
0:3 Elisa Trepschinski (27.)
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0:4 Lea Heß (47.)
0:5 Elisa Trepschinski (56.)
0:6 Janine Gebert (60.)
0:7 Janine Gebert (72.)
0:8 Juliane Kremke (76./ST)
0:9 Lea Heß (77.)
0:10 Susanne Bönisch (83.)
0:11 Nadine Blank (90./ET)

SV Geismar 1952:
Schütze - Dietrich, Blank, Lotz, Gina Birkenbach (6. Seng), Herget (C), Kritsch, Schäfer, Fischer, Leining, Vivien Birkenbach

F.F.C. Gera:
Kremke - Heß, Gebert, Kliemank, Friedemann, Fichtler (C), Bönisch, Weiß, Golomb, Trepschinski

Zuschauer: 30

Schiedsrichter: Marc Ender (Langenfeld)

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Drösis Sportstudio - Folge 3