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Männer Thüringenliga 2006/07

SV BW Niederpöllnitz vs. SV 1913 Schmölln
0 : 3

SV BW Niederpöllnitz – SV Schmölln 1913 0:3 (0:2)

 

BW: Weißgärber, Daburger, Eichelberger, Thom, Oertel, Dennler (60. Böttcher), Peters, Wolfersdorf (GK/73. Dix), Lemke, Behling, Böttger.

 

SV: Mehlhorn, Podlesak, Merkel, Böckel, Stüber (66. Helbig), Pinder, Haprich, Becker, Neuber (GK), Bartjes (78. Neumaier), Pafel.

 

Zuschauer: 150. Schiri: Kluck (Effelder).
Tore: 0:1 Haprich (4.), 0:2, 0:3 Bartejs (21./FSt, 71.)

 

Ich bitte vornweg um Entschuldigung: Wer diesen Spielbericht lesen will, um etwas Positives vom Auftritt der Niederpöllnitzer zu finden, sollte dieses Unterfangen erst gar nicht beginnen. Es sei denn, man bilanziert die Bemerkung vom unermüdlich motivierenden Torhüter Weißgärber, dass „Niederpöllnitz nicht landesligatauglich“ sei, als positiv, weil wahrscheinlich auch realistisch. Ansonsten war der heutige Auftritt der Blau-Weißen der Beginn der Abschlusstour durch die Thüringenliga, denn kaum einer erreichte annähernd Normalform, sieht man von Weißgärber, mit Abstrichen auch Eichelberger ab.

Hinzu kam, dass der Rest aus der Gefahrenzone punktete – Leinefelde, Sonneberg, Weida und natürlich Schmölln.

„Völlig verdient der Sieg“, ruderte Trainer Hermannstädter resignierend mit den Armen nach Abpfiff. Und fuhr enttäuscht fort: „Was wollen wir auch machen, wenn die Spieler keine Möglichkeit haben, das Training zu besuchen. Schmölln war schneller, beweglicher, aggressiver.“ Wohl wahr, denn schon von der Körpersprache her waren die Roten den Blauen um Lichtjahre voraus. Beim Gastgeber konnte man das unbedingte Siegesfunkeln in den Augen nicht erkennen. Es mag ja sein, dass im zweiten Durchgang, als das Kind schon brüllend im Brunnen lag, Ansätze von Kampf zu sehen waren. Aber wenigstens so viel durfte man ja auch verlangen. Und „Niederpöllnitz hatte doch auch seine Chancen“, meinte Schiri Kluck, der nur einmal beim Zerren von Mehlhorn an Lemke (63.) die Niederpöllnitzer in Rage brachte. Die wollten da einen Elfmeter haben, „aber der Torwart fällt gerade herunter und der Spieler mit und auf ihn drauf.“ Naja, der Schiri stand zumindest besser als wir, deshalb kein Kommentar. Es war vielleicht die eine richtige Chance, denn als Peters Sekunden vor Schluss knapp am Ball vorbei segelte, war das Spiel bereits gelaufen. Ansonsten schoss nämlich in Durchgang Zwei Böttger als Erster der Gastgeber aufs gegnerische Tor – das war in Minute 82 und der Ball ging weit vorbei!




Ganz anders die Schmöllner. Bereits nach 4 Minuten öffneten die Gastgeber ihre Tore und luden zum Toreschießen ein. Haprich nahm dankend an und das so schnell, dass selbst der lautstarke Anhang erst Sekunden später bemerkte, dass die Gäste bereits 0:1 führten. Dieser Gegentreffer wirkte auf Blau-Weiß ungefähr wie eine Tube Uhu-Sofortkleber. Bis zum 0:2 war zwar nicht viel los, auch „Schmölln keine Übermannschaft“ (Hagga), aber die hatten das ja auch nicht nötig. Nach 21 Minuten dringt Pafel in den Strafraum ein, am Ellenbogen einen verzweifelt zerrenden Oertel. Elfmeter – Bartejs – 0:2. Zwei Minuten später wäre es fast ein Doppelpack geworden, aber erstens hält Weißgärber bravourös gegen Bartejs Kopfball, zweitens war der Aktion ein Foulspiel voraus gegangen. Towuhabohu nach 36 Minuten vor Weißgärber: Zunächst rettet Dennler für seinen Keeper auf der Linie, dann hält der Tormann selbst den Bartejs-Nachschuss. Der Halbzeitpfiff war eine Erlösung von der dramatischen Vorstellung einer Niederpöllnitzer Mannschaft, die von allen guten Geistern verlassen war.

Wie gesagt: Kämpferisch wurde es nach Wiederanpfiff besser, aber das reichte freilich nicht gegen einen Gegner, der nun das Duell Becker- Weißgärber zum mannschaftlichen Hobbie ausgerufen hatte. Von der 56.-65. Minute hatte der Kapitän der Schmöllner vier tolle Gelegenheiten zum Reinschießen und Weißgärber drei tolle Gelegenheiten zum Rausholen. Das 0:3 besorgte Bartejs, wobei eine erschreckend inaktive Niederpöllnitzer Mannschaft Geleitschutz leistete. Der Tscheche lief vom eigenen Strafraum bis zu Weißgärber, wurde von niemand belästigt und schob ohne Probleme ein (71.).

Ne, Niederpöllnitz, verlieren schon, aber bitte nicht mehr so. Nächste Woche gegen Gera muss eine enorme Steigerung her, um ein Debakel zu vermeiden. Immerhin sind wir optimistisch, dass sich zwei solche Grottenkicks nicht wiederholen können.