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Männer Thüringenliga 2006/07

SV BW Niederpöllnitz vs. FC Einheit Rudolstadt
1 : 3

Gast stoppte Mini-Negativserie mit erstem Auswärtssieg in Niederpöllnitz

FC Einheit: Tor aus 55 Metern von Walther - Rudolstädter nach Führung ohne Selbstvertrauen

 

Das Entscheidende vorneweg. Mit dem ersten Auswärtssieg in der Thüringenliga in Niederpöllnitz stoppte der Gast seine Mini-Negativserie von zwei Niederlagen in Folge. Dass der Dreier in Ordnung ging, anerkannte auch Gastgeber-Coach Uwe Herrmannstädter. „Die Einheit war die spielerisch bessere Elf.“ Natürlich war auch Gegenüber Thomas Giering mit Ergebnis und Punktausbeute hoch zufrieden. Doch er raufte sich gemeinsam mit seinen Trainerkollegen Gunter Turtenwald und Klaus-Dieter Hoffmann im zweiten Durchgang mehrmals die Haare. „Nach dem 1:0 agierten wir ohne Selbstvertrauen. Niemand springt in die Bresche und übernimmt Verantwortung.“

 

Nach recht zerfahrenem Beginn mit Fehlpässen auf beiden Seiten bekam Rudolstadt die Partie nach einer Viertelstunde in den Griff. Ein Kopfball von Hiersche, der allerdings für Weißgärber kein Problem darstellte, und ein Schuss von Metsch, auch noch nicht mit übergroßer Präzision, deuteten an, dass die ohne die Leistungsträger Lorenz (gesperrt), Leib, Richter und Braunschweig (alle verletzt) aufgelaufenen Gäste nun das Spiel an sich zu reißen gedachten. Dazu trugen ballsichere Aktion und Direktablagen, die aber auch ab und zu beim Gegner landeten, bei. Dennoch waren die Heidecksburgstädter im Glück, als Böttger einen langen Eichelberger-Freistoß nur an die Latte köpfte (13.). Wenig später dann auch ein Hochkaräter von Woitzat. Aber dessen Schuss aus zentraler Position und zehn Metern beschädigte nicht das Tornetz, sondern die Bäume hinter dem Weißgärber-Kasten.

 

Das Vorhaben der Hausherren, die Begegnung zu kontrollieren, gelang kaum. Dadurch habe es auch keine Entlastung gegeben, bekannte Herrmannstädter. Dennoch mussten die Rudolstädter nach Chancen von Wiegand (29., 36.) und Gelegenheiten von Woitzat (37., 40.) bis zwei Minuten vor dem Pausensignal des tadellos pfeifenden Unparteiischen aus Plauen warten, ehe Hiersche die Führung gelang. Er profitierte dabei von einem Fehler der Blau-Weißen im Mittelfeld, nach dem die Post sehr schnell abging. Hiersche, von Seibel unterstützt, zog die Kugel ins Eck (43.). Knapp 60 Sekunden hatte Seibel selbst das 2:0 nach dem besten Angriff der ersten Halbzeit auf dem Schlappen. Aber er scheiterte aus Nahdistanz am blend reagierenden Niederpöllnitzer Schlussmann, als ihn Rudolph bediente.

 

Aus der Kabine erschienen die Einheimischen mit neuem Mut und mehr Angriffselan. Sofort bekam der Gast Probleme, ohne dass FC-Torhüter Müller jedoch zur sensationellen Arbeitsverrichtungen zwischen den Pfosten gezwungen wurde. Aber den spielerischen Faden von Halbzeit eins konnte die Einheit lange Zeit nicht wieder knüpfen. „Das ist eine Kopffrage. Ich vermisste erneut in einer solchen Situation den Leitwolf, der das Geschehen an sich zieht“, war Giering irgendwie ratlos. Immer wieder kam sein lautstarker Hinweis von der Bank, das Leder doch laufen zu lassen. Insbesondere ab Spielminute 67, als Kapitän Pohle nach dem einzigen rustikalen Foul der fairen Auseinandersetzung mit der Ampelkarte disqualifiziert wurde. So musste man immer fürchten, dass sich einer der zahlreichen Freistöße oder hohen Eingaben der Niederpöllnitzer, die zwar rackerten und kämpften, aber das Ganze auch reichlich ideen- und planlos gestalteten, irgendwie „verirren“ würde. Als Wachsmuth das Leder an die Hand sprang, stand die Fahne des Assistenten längst. Der zeigte eine Abseitsstellung an (76.).

 

Wenig später schien die Partie entschieden. Woitzats Flanke erreichte Hiersche, der auf Seibel ablegte (79.). Aber zwei Minuten darauf schöpfte der SV noch einmal Hoffnung. Ausgerechnet der eingewechselte Oldie Rüdiger (42 Jahre) hatte nach halbherzigem Eignreifen der Rudolstädter Deckung eingeköpft. Erst Walther erlöste seine Teamgefährten und die mitgereisten Anhänger. Der Treffer hatte Seltenheitswert. Denn er schoss die Kugel aus mindestens 55 Metern ins Tor über den zu weit vor seinem Gehäuse stehenden Weißgärber, der zuvor nur ungenau gepasst hatte, hinweg. (90.). In der Nachspielzeit hätte der Gast bei mehr Konzentration und Übersicht das Ergebnis noch in die Höhe schrauben können. Aber diese Aktionen passten, trotz aller Freude über den Sieg, irgendwie in das Bild der zweiten Hälfte.

 

 

SV Blau-Weiß Niederpöllnitz: Weißgärber, Eichelberger, Thom, Pohle (67. GRK), Dennler, Peters, Fischer (60. Liebold), Wolfersdorf, Lemke (78. Rüdiger), Oertel, Böttger.

FC Einheit: Müller, Gerlach, Wachsmuth, Rudolph, Hoffmann (73. Thiele), Wiegand, Metsch, Walther, Woitzat, Seibel, Hiersche.

Tore: 0:1 Hiersche (43.), 0:2 Seibel (79.), 1:2 Rüdiger (81.), 1:3 Walther (90.)

Schiedsrichter: Jahn (Plauen)

Zuschauer: 110.

 

Hartmut Gerlach