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Männer KÖSTRITZER Landespokal

SV Grün-Weiß Siemerode vs. SpG Struth/Diedorf
4 : 2

Ein geschenkter Tag ...  auch aus Niederlagen lässt sich viel lernen

Spielbericht von Christian Röben (Siemerode)

Nein, geplant war die Niederlage nicht, aber der Weltuntergang war sie auch nicht. Die rote Karte, Gelb wäre völlig ausreichend gewesen, hätte man sich sparen können, sagt der Struther Doppeltorschütze Norman Wohlfeld, denn so etwas befeuert nur die ohnehin immer aufgeheizte Atmosphäre in Siemerode.

Wir haben in der vor uns liegenden Saison noch zwei Mal Gelegenheit Revanche zu nehmen. Und vielleicht gibt es dann eine Ergebniskorrektur.

Der SV Grün-Weiß Siemerode ist in die zweite Runde des Fußball-Landespokals eingezogen. Im Duell zweier Landesklassen-Staffel-2-Teams setzten sich die Grün-Weiße zu Hause vor 102 Zuschauern trotz gut 40-minütiger Unterzahl gegen die SG DJK Struth/Diedorf mit 4:2 (1:1) durch. Innenverteidiger Dioum Abdoul Aziz war in der 48. Minute von Schiedsrichter Patrick Stöber (Großbartloff) wegen einer Tätlichkeit vom Platz gestellt worden.

Aziz, der bereits in der Vorwoche in der Meisterschaft gegen den SV Altengottern die gelb-rote Karte gesehen hatte, hatte vor einem Freistoß seinen Gegenspieler weggestoßen. Assistent Lennart Czosnyka signalisierte dem Referee daraufhin ein rotwürdiges Vergehen. Siemerodes Spielertrainer Karsten Wellmann, der dieses Mal den Mittelstürmer gab, hatte dafür kein Verständnis: „Das war kein Schlagen, da hätte meiner Meinung nach auch die gelbe Karte gereicht."

Gut für die Gastgeber, die in den jüngsten vier Pflichtspielen gegen Struth/Diedorf sieglos geblieben waren, dass sich ein Rückkehrer an diesem Tag zum Pokalhelden aufschwang: An-ton Klushyn traf nach dem Seitenwechsel gleich dreimal. Zu¬nächst setzte der Ukrainer einen Rückpass aus 17 Metern volley zum 2:1 ins Eck (54.), und kurz darauf verwandelte er eiskalt einen Handelfmeter zum 3:1 (56.).


Kurios dabei: Vor dem Strafstoß wechselte Struth/Diedorfs Doppeltorschütze Norman Wohlfeld, der im Angriff seinen Dienst verrichtete, aber früher unter anderem in Zwickau und Nordhausen zwischen den Pfosten stand, kurzerhand ins Tor. Gegen Klushyns Elfmeter war aber auch Wohlfeld machtlos, Anschließend wechselte er wie¬der zurück ins Feld. Dieser ungewöhnliche Tausch sei selten, aber regelkonform, erklärte Schiedsrichter Stöber nach dem Abpfiff.


Seinen schönsten Treffer hatte sich Klushyn aber noch aufge¬geben. Nachdem Wohlfeld per tollem Freistoß auf 2:3 aus Sicht der Gäste verkürzt hatte (65.), setzte der Dreierpacker einen Fernschuss aus knapp 35 Meter zur Entscheidung in die Maschen. „Seine Tore waren der Wahnsinn", lobte sein Spielertrainer Wellmann später. „Wir haben es auch in Unterzahl gut gemacht und verdient gewonnen", befand er.


Jens Hoffmann hatte die Grün-Weißen in der ersten Halbzeit nach energischem Nachsetzen mit 1:0 in Front ge¬bracht (35.). Wohlfeld gelang Sekunden vor dem Pausenpfiff das 1:1, allerdings unter gütiger Mithilfe von Siemerodes Aushilfskeeper Lucas Schreiber, der den Ball durch die Arme gleiten ließ.


Die Statistik zum Spiel:

Torfolge:
1:0 Jens Hoffmann (34.)
1:1 Norman Wohlfeld (45.)
------------------------------------------------
2:1 Anton Klushyn (55.)
3:1 Anton Klushyn (59./ST)
3:2 Norman Wohlfeld (66.)
4:2 Anton Klushyn (69.)

SV Grün-Weiß Siemerode:
Schreiber - Wiedenbruch, Möhl, Dioum Abdoul Aziz (47. RK), Eric Kleineberg (87. Aschoff), Klushyn, Cristian Mihai Todericiu, Wellmann, Hofffmann, Apel, Aschenbach (C)

SpG Struth/Diedorf:
Hülle - Wohlfeld, Soon-Bo Song, Thomas Nolte (60. Philipp Jakobi), André Müller, Fischer, Rodenstock (C / 71. Benedikt Seipel), Marius Müller, Mock (64. Neuschl), Engelhardt, Käppler

Zuschauer: 102

Schiedsrichter: Patrick Stöber (KFA Eichsfeld-Unstrut-Hainich)
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