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Männer Thüringenliga 2006/07

BSV Eintracht Sonderhausen vs. SC 1903 Weimar
3 : 0

Duft-Marke gesetzt

(Steffen Kliebisch, Sondershausen)


Zum zweiten Mal in Folge erwartete die Zuschauer auf dem Sondershäuser Göldner ein Spitzenspiel. Nach der knappen 2:3 Niederlage gegen Gera sollten diesmal aber drei Punkte her. Schließlich ging es im Spiel gegen Verfolger Weimar um die Verteidigung des zweiten Tabellenplatzes. Mit nur 18 Gegentoren in den ersten 24 Saisonspielen musste Gästekeeper Mark Reiter so selten hinter sich greifen wie kein anderer Landesligatorwart. Nicht nur deshalb hofften die Fans, dass Sebastian Caspar seine Mini-Torflaute beenden kann. Bei traumhaftem Wetter musste Olaf Glage auf die gesperrten Sören Kraft und Sven Baumann, den beruflich verhinderten Kevin Kufs, André Bohne und den verletzten Marcel Kloth verzichten. Dafür rückte Oldie Riccardo Nieke in die Startelf. Der wurde vor dem Spiel aber erst gemeinsam mit Axel Duft vom Vereinsvorsitzenden Mathias Cchochlow geehrt. Riccardo Nieke hatte in Steinach sein 350. Punktspiel für die Eintracht absolviert, Axel Duft erreichte diese Marke gegen Weimar. 350 Punktspiele für einen Verein - soviel Vereinstreue gibt es nicht oft. Deshalb haben sich beide den Applaus von den Rängen auch redlich verdient.


Das Spiel begann trotz der sommerlichen Temperaturen recht flott. Die Eintracht bemühte sich sichtlich um Spielkontrolle, musste aber trotzdem die erste Chance der Weimarer hinnehmen. Daniel Romstedt hatte sich auf der rechten Angriffsseite durchgesetzt und abgezogen, von Lars Greschke's Brust prallte der Ball zurück ins Feld, sodass die Situation noch nicht geklärt war. Schließlich landete der Ball 20 Meter vor dem Tor bei René Hauf, der bei seinem Schussversuch aber nicht genau genug zielte (4.). Beim direkten Gegenangriff gab es Freistoß für den Gastgeber von der Seitenauslinie. Axel Duft zirkelte das Leder Richtung langen Pfosten, wo Martin Rießland sich freigelaufen hatte. Der Winkel war für den Youngster aber zu spitz, der Kopfball landete am Außennetz (5.). Die Partie verlief auch in der Folge ausgeglichen, wobei die Eintracht den etwas gefährlicheren Eindruck machte. Um ein Haar hätte Axel Duft eine Ecke direkt verwandelt, doch Reiter roch den Braten und lenkte das Leder mit letztem Einsatz über die Latte (13.). Eine Minute später erzielte der Jubliar, der eigentlich bevorzugt in der Schlussphase zuschlägt, dann aber doch sein Tor. Nach toller Vorarbeit per Lupfer von Sebastian Caspar stand er frei 8 Meter vor dem Tor und ließ Mark Reiter keine Chance (14.). Die wichtige Führung war erzielt und die Gäste sichtlich geschockt. Zur Freude der ca. 200 Zuschauer setzten die Glage-Jungs nach. Erstmal versuchte es Tino Gerschewski aber mit unlauteren Mitteln. Als er an eine Flanke von links nicht heran kam, wollte er den Ball mit der Hand in Richtung Tor befördern. Zur Überraschung aller Anwesenden sah der Unparteiische dieses Vergehen aber nicht, sodass der Täter um eine Verwarnung herum kam (19.). Auch an der nächsten Aktion war der lange Verteidiger beteiligt, diesmal aber absolut regelkonform und noch dazu erfolgreich. Sein 40-Meter-Diagonalpass fand Sebastian Caspar, der den Ball mit der Brust stoppte und den verdutzten Reiter aus 11 Metern überlupfte (22.)! Ein tolles Tor! Die Gäste vom Lindenberg fanden nun erstmal nicht mehr richtig in die Partie und prüften zunächst einmal per Kopf den eigenen Keeper, der sich aber auf dem Posten zeigte (27.). Die Vorentscheidung der Partie fiel in der 31. Minute. Wieder einmal war eine der gefährlichen Duft-Ecken der Ausgangspunkt. Daniel Rasch stieg am ersten Pfosten am Höchsten und traf ins lange Eck (31.). Jetzt zog sich der Gastgeber etwas zurück und versuchte die Führung in die Kabine zu bringen. Nur einmal kam die Romstedt-Elf noch gefährlich in den Eintracht-Strafraum. Daniel Romstedt bekam es dort mit Frank Tanne und Lars Greschke zu tun und passte nach innen anstatt zu schießen, der Pass fand aber keinen Abnehmer (37.).


Nach dem Seitenwechsel stellte die Eintracht ihre Offensivbemühungen weitestgehend ein, verwaltete den Vorsprung und verlegte sich aufs Kontern. So hatten die SCler ein klares optisches Übergewicht im Mittelfeld. Viel Gefahr strahlten sie aber dennoch nicht aus. Nur der eingewechselte Christian Schulz hatte nach Vorarbeit von Oliver Müller die Gelegenheit zum Anschlusstreffer, doch Lars Greschke klärte den Schuss aus 11 Metern mit starker Parade zur Ecke (56.). Kurz darauf durfte Jubilar Nummer 1 unter dem Applaus der Fans vom Platz. Oldie Riccardo Nieke machte Platz für Youngster Steven Kollmann, der im Sturm für frischen Wind sorgen sollte. Die erste Eintracht-Chance im zweiten Durchgang hatte aber wieder Axel Duft. Und wieder wollte er Mark Reiter mit einer direkten Ecke überlisten. Diesmal klärte ein Abwehrspieler auf der Linie (65.). Leider spielte die Heimmannschaft die Konter nicht konsequent aus, sodass ein Schuss von Martin Rießland die letzte gute Torchance für die in schwarz spielende Eintracht war (70.). Den Schlusspunkt setzten noch einmal die Gäste. Acht Minuten vor dem Ende köpfte Thomas Müller nach einer Ecke aufs Tor, aber Lars Greschke war an diesem Tag nicht zu schlagen (82.). Fünf Minuten vor dem Ende bat Axel Duft um seine Auswechslung, doch das Wechselkontingent war schon genauso erschöpft wie der Mittelfeldregisseur, der viel gelaufen war.


Dann war Schluss und die Eintracht hatte drei wichtige Punkte im Kampf um Platz 2 im Sack. Und weil auch der SV Schott JENAer Glas nicht über ein 4:4 in Sonneberg hinaus kam, beträgt der Vorsprung auf Rang 3 nun 4 Punkte. Vor allem mit dem ersten Durchgang können die Eintrachtfans zufrieden sein. Die beste Abwehr der Liga wurde gleich 3x geknackt und dank einer sicheren Defensive, in der Tino Gerschewski einen sehr guten Tag erwischte, geriet der Sieg auch nicht mehr in Gefahr. In Leinefelde gilt es nun, den Aufwärtstrend bei den Auswärtsspielen fortzusetzen und einen weiteren Schritt in Richtung Vizemeisterschaft zu machen.




das 1:0 durch Axel Duft
Axel Duft (links) erzielt nach Vorarbeit von Sebastian Caspar (9, Bildmitte) das 1:0 für die Eintracht.

Tore:
1:0 Axel Duft (14.)
2:0 Sebastian Caspar (22.)
3:0 Daniel Rasch (31.)


Schiedsrichter:
Pierre Leitschuh (Barchfeld)
Michael Schultes (Langenfeld)
Anja Kirchner (Neidhardtshausen)

Zuschauer:
ca. 200 (ca. 20 Gäste)

Aufstellung BSV Eintracht Sondershausen:
Lars Greschke - Frank Tanne, Tino Gerschewski, Lars Plachy, Marcel Wattrodt (80. Martin Rustler) - Riccardo Nieke (58. Steven Kollmann), Dennis Demmer,
Daniel Rasch (MK), Axel Duft - Sebastian Caspar (75. Lars Günther), Martin Rießland

Aufstellung SC 1903 Weimar:
Mark Reiter - Jens Ahlgrimm, Jan Hanke, Mario Oschmann (39. Christian Schulz), Christian Kucharz (MK) - Thomas Müller, René Buschmann, René Hauf, Christoph König - Oliver Müller (75. Thomas Riedel), Daniel Romstedt (80. Toralf Fredrich)

Gelbe Karten:
Daniel Rasch, Lars Plachy, Tino Gerschewski, Dennis Demmer / Christian Kucharz, Mario Oschmann