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Männer Thüringenliga 2006/07

FSV Wacker 90 Nordhausen vs. FC Einheit Rudolstadt
6 : 1

Tore:
1:0 Klaus 07.Min
2:0 Thiele(ET) 12.Min
3:0 Klaus 17.Min
4:0 Klaus/FE 29.Min
5:0 Pohl 42.Min
6:0 Kohlhause 74.Min
6:1 Knäschke 90.Min
Aufstellung:
Wacker 90: Finsterbusch - Hoffmann, Ludwig, T.Steinberg(72.N.Steinberg), Taute - Pistorius, Töpfer, Ciesla, Braun(60.Kohlhause) - Pohl(77.Lattmann), Klaus
Rudolstadt: Müller - Gerlach, Lorenz, Wachsmuth, Rudolph(77.Schröter), Walther, Thiele, Melsch, Richter(80.Knäschke), Wiegand, Seibel(80.Franke)
Schiedsrichter: Wartmann (Großvargula)
Zuschauer: 317
Strafen:
Rote Karte: keine
Gelb-Rot: keine
Gelbe Karte: Töpfer (Wacker)
Wiegand (Rudolst.)

Berichte:
P.Greiner ( www.nnz-online.de )
Singende Fans
Das hatte der traditionsreiche Albert-Kuntz-Sportpark lange nicht mehr gehört: Die Fans sangen „Oh wie ist das schön!“. Das gute daran: Sie hatten allen Grund dazu. Die nnz mit einem Bericht von Thüringenligaspiel gegen Rudolstadt.
Um es gleich vornweg zu nehmen: Wacker hat sich heute aus der Krise geschossen. Zumindest temporär. Die Jungs von Trainer Udo Hoffmann hatten sich die Kritik der zurückliegenden Tage zu Herzen genommen. Sie kämpften nicht nur, sie spielten Fußball und das wurde belohnt.

Heute einer der besten: Torsten Klaus (16)

Der Torreigen begann in der 7. Minute. Daniel Braun erkämpfte sich den Ball auf der linken Seite, spielte das Leder mustergültig zu Torsten Klaus, der sich diese Chance nicht entgehen ließ. Sein Schuß aus 20 Meter war scharf, keine Chance für den Rudolstädter Keeper Müller, der da vermutlich noch nicht ahnte, dass er noch mehrfach hinter sich greifen musste. Nur vier Minuten später erkämpft sich Jacek Ciesla den Ball an der Grundlinie, flankt exakt auf den freistehenden Lars Pohl, der köpft, der Torhüter lässt direkt gegen Thiele abprallen. Von dem springt der Ball ins Tor – 2:0.

Das 3:0 - Elfmeter von KlausDa spürte man nicht nur auf dem Platz, sondern auch auf den Tribünen unter den 317 zahlenden Zuschauern Erleichterung. So spielt es sich natürlich besser. Können jedoch war bei Torsten Klaus in der 17. Minute angesagt. Einen 25-Meter-Freistoß haute er ins Netz, der Rudolstädter Tormann bewegte sich nicht einmal – 3:0.
Am Rand bemerkt: In der 23. Minute dann der erste Rudolstädter Schuß aufs Wacker-Tor, das von Finsterbusch das ganze Spiel über fehlerfrei gehütet wurde.
Doch zurück auf die Nordhäuser Seite. Wenn es erst einmal läuft, dann erhält man auch Geschenke. In der 31. Minute fiel Pistorius im Strafraum um, Schiedsrichter Wartmann zeigte auf den Punkt, Klaus verwandelte sicher – 4:0 (siehe Foto). Da waren 31. Minuten gespielt. Auch Lars Pohl durfte sich am Ballversenken in der ersten Halbzeit beteiligen. Der einzige Stürmer in der Aufstellung von Udo Hoffmann schloß einen mustergültigen Spielzug über Ciesla und Braun ab – 5:0.
Mit diesem Ergebnis ging es in die Kabine und fast wäre das muntere Toreschießen in der zweiten Halbzeit weitergegangen. In der 47. Minute haut Ciesla das Leder aufs Tor, der Rudolstädter Schlussmann kann erneut nicht festhalten, Pohl scheitert jedoch im Nachschuß.
Statistisch festzuhalten sind nun noch zwei Tore. Das 6:0 in der 74. Minute besorgte der wenige Minuten zuvor eingewechselte Kohlhause. Rudolstadt schaffte quasi mit dem Abpfiff den Ehrentreffer. In der zweiten Halbzeit wechselte Wacker dreimal aus. Für Braun kam Kohlhause, die beiden Steinbergs wechselten und Pohl wurde durch Lattmann ersetzt.
Nach 92 Minuten waren alle erlöst. Die Spieler, der Trainerstab, die Fans und das Präsidium. Hat sich aber Wacker heute wirklich aus der Krise geschossen? Die nächsten Spiele werden es zeigen. Das 6:1 war jedoch mehr als ein Befreiungsschlag, die sechs Tore allein sollten jedoch kein Pfand sein. Vielmehr war es die Art und Weise, wie sie vorbereitet und erzielt wurden. Der Nebenmann als Anspielpartner wurde gesucht, der Ball wurde erkämpft oder behauptet. So kann es weitergehen. Die erste Prüfung steht in der kommenden Woche bevor...

Bericht: H.G. Vereinsseite Rudolstadt (www.einheit-rudolstadt.de/)

Die Null stand nicht lange/Nordhausen schoss sich Frust von der Seele

Seit mehr als 20 Jahren begleitet der Verfasser die 1. Mannschaften des Vereins in unterschiedlichen Funktionen bei ihren Spielen. An ein 0:5 schon zur Pause kann sich der Pressemann des FC Einheit allerdings beim besten Willen nicht erinnern. Während die mehr als 300 Zuschauer in Nordhausen ihr Team beim Kabinengang mit donnerndem Applaus bedachten, schlichen die ganz in Gelb gekleideten Gästeakteure eher wie geprügelte Hunde zum Pausentee.

Dabei hatte sich die Einheit von Beginn an nicht versteckt, sondern sofort das hohe Tempo der Hausherren angenommen. Doch nach sieben Minuten war das Konzept der Saalestädter, möglichst lange die Null zu halten, so wie bei Nordhausen in der vergangenen Woche, nur noch Makulatur. Brauns Zuspiel auf Klaus sah die ihn umringenden drei Rudolstädter als sehr passive Aktive, der Torjäger zog aus gut 20 Metern ab und traf exakt ins untere Eck. Schon fünf Minuten später erhielten die Bemühungen der Giering-Elf, das 0:1 wegzustecken, einen zweiten herben Dämpfer. Routinier Lorenz wählte den eleganten Weg an der Außenlinie Nähe Eckfahne, anstatt die Kugel schnörkellos ins Aus zu befördern. Ciesla roch den Braten, erkämpfte sich das Leder und flankt auf Pohle. Dessen Kopfball parierte Müller zwar, boxte das Streitobjekt jedoch auf Thieles Körper, von wo aus es ins Tor sprang (12.). Und wieder waren nur fünf Minuten vergangen, das schlug es erneut im FC-Gehäuse ein. Klaus’ Freistoß zählt aber sicher nicht zur Kategorie unhaltbar (17.). Da spielte es für den Spielverlauf schon fast keine Rolle mehr, dass der Unparteiische, auch für den Gegner überraschend, urplötzlich auf den Elfmeterpunkt zeigte.

Während die „Neue Nordhäuser Zeitung“ (nnz.) von einem „Geschenk“ sprach, meinte Schiedsrichterbeobachter Günter Habmann, durchaus gut postiert, diplomatisch: „Ich habe die Szene nicht gesehen.“ Klaus ließ sich die Möglichkeit nicht entgehen (29.). Es war der vierte Schuss Richtung Kasten des Einheit-Keepers, der nur bei einer weiteren Aktion von Klaus nach unten tauchen musste (14.). Sein Gegenüber musste auch erst nach 23 Minuten, als Rudolph abzog, auf der Hut sein. Nachdem Pohl zunächst einen „Riesen“ vergab, machte er es kurz vor dem Pausensignal besser. Von Ciesla und Braun bestens freigespielt, hatte er nur noch das leere Tor vor sich (42.). Mit einem Pfosten-Schuss von Richter endete ein erster Spielabschnitt, den die Einheit-Spieler sicher so schnell nicht vergessen werden. „Nach den frühen, vermeidbaren Gegentoren haben wir nicht mehr ins Spiel gefunden“, wird FC-Coach Thomas Giering später die erste Halbzeit bilanzieren. Udo Hofmann, der Chef der Nordhäuser, war natürlich euphorisch: „Meine Mannschaft hat die richtigen Lehren aus der Vergangenheit gezogen, Moral gezeigt und das Konzept glänzend umgesetzt.“

Das einzig Positive an dieser Begegnung war vielleicht der Umstand, dass die Gäste nicht noch mehr Tore kassierten. Um eine noch derbere Packung musste man fürchten, als Pohl aus Nahdistanz zwei Mal an Müller scheiterte (46.). Doch in der Folge verwaltete die Platzelf das Resultat und war mehr darum bemüht, kein Tor zuzulassen. Das wäre in zwei Fällen für die Einheit möglich gewesen, aber Seibel scheiterte zunächst am Schlussmann des FSV (55.) und kurz darauf an der Latte (58.). Im Konterstil erzielte Kohlhause den sechsten Treffer (74.), wobei dem Tor ein Abspielfehler im Mittelfeld vorausging und die Rudolstädter vergeblich auf ein Abseitssignal des Assistenten warteten. Die Null stand am Ende auch nicht auf der Nordhäuser Seite. Knäschke, einer von drei Neunundachtzigern, die Giering einwechselte, schob das Leder nach Zuarbeit von Schröter, ebenfalls erst 17 Jahre, ins Tor (90.).