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Männer Thüringenliga 2006/07

FC Einheit Rudolstadt vs. 1. FC Sonneberg 04
2 : 0

Kein Schönheitspreis, aber drei wichtige Punkte

Seibel-Tor fiel im richtigen Augenblick/Einheit nun auf Platz 7


Spielbericht von Hartmut Gerlach (Rudolstadt)

Ein eher durchschnittliche Leistung genügte dem Gastgeber, um im 20. Aufeinandertreffen mit dem 1. FC Sonneberg 04 den achten Sieg einzufahren. Nachdem die Hausherren, deren bester Mannschaftsteil die Abwehr war, die erste Halbzeit kontrolliert hatte und durch ein Richter-Tor auch in Führung lagen, gerieten sie für 15 Minuten nach Wiederbeginn mächtig unter Druck. Hier drohte die faire Partie noch zu kippen und der FC Einheit hatte Glück, als Wild aus bester Position verzog (58.). Im Gegenzug dann die Entscheidung, als eine Metsch-Eingabe vom freien Seibel eingeköpft wurde (59.). Nun schaukelten die Platzherren das Spiel gegen demoralisiert wirkende Südthüringer über die Zeit


Dass das keine spielerische Glanzleistung seiner Elf war, wollte Trainer Thomas Giering nicht in Abrede aber stellen. Doch er fügte hinzu:“ Das war eines jener Spiele, wo wir zuhause aus einer gut organisierten Abwehr drei Punkte geholt haben.“ Und nur das zählte am Ende einer fairen Partie, in der die Ampelkarte für den Sonneberger Horn eigentlich nicht passte. Doch der benahm sich, so der umsichtige Unparteiische Dirk Heiland, unsportlich.


Schon nach 17 Minuten ging der Gastgeber in Führung. Alex Seibel hatte sich gegen Bernschneider mit energischem Einsatz das Leder erkämpft, dies Jürgen Walther zugepasst, der wiederum den völlig freien heranpreschenden Jan Richter bediente. Dieser nahm die Kugel direkt und setzte es in die Maschen. Aber schon im Gegenzug hätte Zuleger ausgleichen könne. Mit seiner besten Abwehrtat im gesamten Spiel verhinderte Torwart Tino Schneider im ersten Heimspiel nach seinem Kreuzbandriss den Ausgleich.


Obwohl die Nullvierer im ersten Durchgang wiederum durch Zuleger (28.) und später durch Kaiser (35.) durchaus noch einmal gefährlich vor dem Schneider-Gehäuse auftauchten, kontrollierten die Hausherren das Geschehen, initiierten immer wieder mit Direktpassagen gespickte Angriffe, mussten allerdings auch über manchen Leerlauf und Fehlpässe quittieren. Das hatte Gästecoach Michael Eberhard wohl vor Augen, als er analysierte: „Wenn ich so einen Gegner vorfinde, dann muss ich einfacher cleverer sein und drei Punkte machen.“


Die schienen nach der Pause durchaus möglich. Er sei, lässt sich Eberhardt fast die streng gehüteten Geheimnisse der Kabine entlocken, diesmal in einer anderen Art und Weise aufgetreten. „So kannten mich die Spieler überhaupt noch nicht.“ Aber es blieb nicht nur bei der verbalen Attacke des Übungsleiters. Er wechselte aus, brachte mit Wild und Meusel neue Leute und veränderte auch die taktische Grundrichtung. Mit nunmehr fünf Mittelfeldspielern und einer Dreierabwehrkette stellte er die Platzelf vor ein Problem. Da hätte seine Mannschaft mit langen Bällen in die Halbräume operieren müssen, nannte Trainerfuchs Giering, ein „Taktiker vor dem Herrn“, eine erfolgsverheißende Alternative. Die Grün-Gelben benötigten eine Viertelstunde, um das richtige Gegenmittel zu finden. In der wurden die Einheit fast permanent in der eigenen Hälfte eingeschnürt und kam nur einmal, durch den starken Thiele auf der linken Seite, zur Entlastung und guten Gelegenheit (57.). Sekunden zuvor hätte Wild, aus elf Metern und bester Schussposition das 1:1 machen müssen. Auch Sahms Kopfball (54.) stellte eine Bedrohung dar.


Wie effektiv man mit seinen Möglichkeiten umgeht, demonstrierte diesmal Rudolstadt. Schon der zweite gescheite Vorstoß in Sonnebergs Sturm-und-Drang-Periode führte zur Vorentscheidung. Metsch, pausenlos unterwegs und trotz mancher Ungenauigkeiten der Spiellenker, setzte sich auf der linken Außenbahn durch und flankte präzise nach innen. Hier konnte der völlig allein gelassene Seibel den gegnerischen Keeper beim Kopfball eigentlich noch fragen, wo er die Kugel platzieren sollte. Das tat er natürlich nicht, sondern lenkte konzentriert ein. (59.). Am Bemühen der Sonneberger, das Blatt noch zu wenden, mangelte es ungeachtet des Zwei-Tore-Rückstandes nicht. Aber nicht nur Metsch hatte nun nicht mehr das Gefühl, als ob etwas anbrennen könnte. Der FC spielte sein Pensum herunter, hätte durch Metsch selbst noch erhöhen können (74.) und war, trotz verheißungsvoller Konterausgangssituationen („Da waren noch Tore drin.“-Giering), mehr darauf bedacht, dass die Null stand. Ein richtiges Konzept, das am Ende aufging, den Heidecksburgstädtern nach dem 20. Aufeinandertreffen Mittelfeldrang 7 und den Südthüringern weiter Abstiegsplatz 14 brachte.



Die Statistik:


FC Einheit:

Schneider, Gerlach, Lorenz, Wachsmuth, Thiele, Richter, Wiegand, Walther, Metsch, Rudolph (77. Schröter), Seibel.


1. FC Sonneberg 04:

Bohnenstengel, Sahm, Räder, Bernschneider, D. Motschmann (46. Wild), St. Motschmann, Horn (87. GRK), Röhr, Kaiser, Fischer (46. Meusel), Zuleger (62. Müller-Keupert).


Torfolge:
1:0 Richter (17.), 2:0 Seibel (59.)


Schiedsrichter:
Heiland (Gera)
Zuschauer: 150