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Männer Thüringenliga 2006/07

BSV Eintracht Sonderhausen vs. 1. FC Sonneberg 04
3 : 2

16. Spieltag Thüringenliga 09.12.2006

Unnötige Spannung
Steffen Kliebisch (Sondershausen)

Von wegen besinnlicher Jahres-Heimausklang. Was nach einer halben Stunde nach einem einigermaßen lockeren Spielchen aussah, wurde noch richtig hitzig und spannend.
Eintracht-Coach Olaf Glage musste im Vergleich zum Geisa-Spiel auf einer Position umstellen. Für den verhinderten Sören Kraft rückte André Bohne in die Startelf.

Das Spiel begann mit einem Paukenschlag. Der Sekundenzeiger hatte noch keine Runde geschafft, da hebelte ein Pass in die Tiefe die Sonneberger Hintermannschaft aus. Der im Abseits stehende Sven Baumann trabte zurück und griff damit nicht in die Partie ein, Axel Duft sah den freien Sebastian Caspar, der umkurvte noch einen Abwehrspieler und ließ Mario Bohnenstengel im Gästetor keine Chance (1.). Fünf Minuten später setzte Sven Baumann mit einem Traumpass Marcel Kloth in Szene, der per Hacke auf Sebastian Caspar ablegte. Doch diesmal zögerte das Torgespenst einen Moment zu lange, sodass die Südthüringer klären konnten. Die Eintracht wollte schnell nachlegen und das gelang. Nach Pass von Marcel Kloth zog André Bohne auf der rechten Außenbahn davon, schlug einen Haken nach innen und traf aus 18 Metern ins rechte untere Eck (9.)
Erst nach gut einer Viertelstunde tauchten die Sonneberger erstmals vor Daniel Menzel auf. Steffen Motschmann versuchte es per Freistoß, zielte aber zu hoch (14.). Auf der Gegenseite kam Axel Duft im Strafraum an den Ball, wurde aber in letzter Sekunde von Robin Röder abgeblockt (22.). Weiter ging es Richtung Gästetor. Marcel Wattrodt setzte sich auf der linken Seite durch, drängte in den Strafraum, wurde aber im letzten Moment an der Flanke gehindert. (25.). Jetzt war wieder André Bohne an der Reihe, doch Bohnenstengel blieb Sieger (27.). Nach etwas mehr als einer halben Stunde war es dann aber doch soweit. Der auf die linke Seite ausgewichene Sven Baumann schlug eine prima Flanke auf den in der Mitte allein gelassenen Sebastian Caspar, der Bohnenstengel gekonnt überlupfte (31.).
Im direkten Gegenzug schlug Sonneberg wie der Blitz aus heiterem Himmel zurück. Aus 18 Metern ließ Stephan Wild mit seinem schönen Schuss Daniel Menzel keine Chance (32.).
In den letzten Minuten vor der Pause kam unnötigerweise Hektik in die Partie. Auslöser war ein klares, ungeahndetes Foul an Marcel Wattrodt kurz vor der Strafraumgrenze und ein wegen angeblichem Abseits aberkanntes Tor von Sebastian Caspar (37.). Die letzte Chance vor dem Seitenwechsel hatte Sven Baumann, dessen Schuss aus 15 Metern übers Tor flog.

In der Pause wechselte Olaf Glage zweimal aus. Für Martin Rießland und Martin Rustler kamen Frank Tanne und Dennis Demmer ins Spiel. Allerdings konnte die Mannschaft im zweiten Spielabschnitt nicht an die Leistung der ersten Hälfte anknüpfen. So hatten die Gäste auch die erste Chance, als Thomas Bernschneider rechts durchbrach, beim Abschluss das Tor aber weiter oben wähnte (50.). Für die Eintracht setzte sich Sebastian Caspar am Strafraum schön durch, flankte in die Mitte, wo Axel Duft das Leder knapp verfehlte. Auch Dennis Demmers Direktabnahme nach sehenswerter Kombination über Axel Duft und André Bohne brachte keinen Erfolg. Die vielleicht größte Chance in dieser Phase hatte Sven Baumann, dessen Schuss Mario Bohnenstengel nach einem Konter mit den Fingerspitzen um die Ecke lenkte. Es war die letzte Aktion für den Routinier. Sekunden später schickte ihn Schiedsrichter Marko Wartmann mit gelb-rot vom Platz. Baumann, der heute sicher robust spielte, zog im Zweikampf deutlich sichtbar zurück, was seinen Gegenspieler aber nicht daran hinderte, laut schreiend zu Boden zu gehen. Und da Baumann einige Minuten zuvor berechtigterweise bereits den gelben Karton gesehen hatte, war sein nächster Gang der zur Dusche.
Die Gäste nutzten die zahlenmäßige Überlegenheit sofort aus. Robin Röder hatte im Strafraum viel zu viel Platz und traf aus 10 Metern zum Anschlusstreffer. Das Spiel war nun alles andere als ansehnlich, stattdessen aber sehr hektisch und spannend. Eine Viertelstunde vor dem Ende ging Axel Duft weit ab vom Ball laut schreiend zu Boden. Das Schiedsrichtergespann hatte nichts gesehen und auch die Sonneberger machten keine Anstalten, das Leder ins Aus zu spielen, damit der sich vor Schmerzen krümmende Duft behandelt werden konnte. André Bohne musste sich erst den Ball erkämpfen und ihn ins Aus schießen. Nachdem Duft aus dem Spielfeld gebracht wurde, hatten die Gäste also Einwurf, doch sie spielten den Ball nicht zur Eintracht zurück. So sieht also Fairplay in Sonneberg aus. Wie es richtig geht, zeigte in der nervenaufreibenden Schlussphase Martin Menke, der nach einer Behandlungspause den Gästen den Ball überließ. Und das, obwohl diese Unterbrechung nur nötig war, weil das Foul an Marcel Kloth, das ihn und seinen Gegenspieler außer Gefecht setzte, nicht geahndete wurde.
Die letzten Minuten hatten es noch einmal in sich. Erst vergab Sebastian Caspar aus Nahdistanz die große Chance zur Entscheidung, als Dirk Sahm mit letztem Einsatz auf der Linie für seinen geschlagenen Keeper klärte (84.). Auf der anderen Seite brachte der eingewechselte Rrustem Morina das Kunststück fertig, den Ball nach einer Eingabe von der rechten Seite aus einem halben Meter an die Latte zu hämmern (86.). Nachdem ein Freistoß von Steffen Motschmann in der Nachspielzeit über die Latte segelte, war Schluss und die Eintracht hatte wieder einmal zu Hause knapp gewonnen.

Das es so spannend wurde, lag aber nicht allein an den vielen, nur schwer verständlichen Entscheidungen des Schiedsrichtergespannes, sondern auch an der Tatsache, dass sich die Gäste nie aufgaben und vor allem daran, dass die Eintracht nach dem Wechsel das Fußballspielen größtenteils einstellte. Vielleicht war dieser Spielverlauf im Hinblick auf das anstehende Derby aber sogar besser als ein klarer Sieg. Denn nun sollte jeder wissen, dass ein Spiel erst entschieden ist, wenn es abgepfiffen ist.

 


Torschützen:

1:0 Sebastian Caspar (1.)

2:0 André Bohne (9.)

3:0 Sebastian Caspar (31.)

3:1 Stephan Wild (32.)

3:2 Robin Räder (68.)


Schiedsrichter: Marko Wartmann (Großvargula), Alexander Roßmell (Nordhausen), Jens Unger (Nordhausen)


Zuschauer: ca. 150


Gelbe Karten: Rustler, Bohne / S. Motschmann, Horn, Scharfenberg

Gelb-Rote Karte: Sven Baumann (Sondershausen, 66. / wdh. Foul)

Aufstellung Sondershausen:
Daniel Menzel - Martin Rießland (46. Frank Tanne), Martin Rustler (46. Dennis Demmer), Lars Plachy, Marcel Wattrodt - André Bohne (79. Martin Menke), Axel Duft, Daniel Rasch, Marcel Kloth - Sebastian Caspar, Sven Baumann (66. GRK)

Aufstellung Sonneberg:
Mario Bohnenstengel - Dirk Sahm, Robin Räder, Thomas Bernschneider, Stephan Wild, David Motschmann (70. Rrustem Morina), Steffen Motschmann, Enrico Horn, Ronny Röhr, Kevin Kaiser, Jens Scharfenberg (45. Stefan Fischer)