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Männer Thüringenliga 2006/07

BSV Eintracht Sonderhausen vs. SV SCHOTT JENAer Glas
3 : 0

13. Spieltag Thüringenliga 11.11.2006

Starker Auftritt der Göldner-Elf
Steffen Kliebisch (Sondershausen)

Das Spitzenspiel des 13. Spieltages fand auf dem Sondershäuser Göldner statt. Leider bei äußerst widrigen Bedingungen. Sturm und Regen machten allen Beteiligten fast während der gesamten 90 Minuten ordentlich zu schaffen.
Eintracht-Coach Olaf Glage musste auf die verletzten Sven Baumann, Tino Gerschewski, Dirk Holzapfel und Michael Weiland verzichten. Dafür stand Marcel Kloth nach überstandener Verletzung wieder in der Startelf. Dort fand sich auch Daniel Menzel wieder - und das obwohl Stammkeeper Lars Greschke wieder fit ist. Menzel hat das Trainergespann durch Leistung überzeugt und sich so das Trikot mit der Nummer 1 bis zur Winterpause gesichert. Auf der Torwartposition hat die Eintracht mit Greschke, Menzel und Bitow ein absolutes Luxusproblem.
Die Besetzung der Torwartposition war nicht die einzige Überraschung, die Olaf Glage für die Zuschauer bereit hielt. So kam wie schon in Ilmenau in der Abwehr eine Viererkette zum Einsatz, aber ohne den Sondershäuser Inbegriff des Abwehrspielers, Daniel Rasch. Der spielt jetzt im defensiven Mittelfeld.

Die Partie begann vor nur 170 frierenden Zuschauern mit einer aktiven Gäste-Elf, die ohne den verletzten Andreas Schwesinger auskommen musste. Nach 3 Minuten hatte Michael Sobek die erste Gelegenheit der Partie, seinen Kopfball lenkte Menzel zur Ecke. In der Folge bestimmten die Jenenser die Partie und kamen oft in Strafraumnähe, aber nur selten zum Abschluss. Vor dem Gästetor wurde es erst nach gut einer Viertelstunde erstmals gefährlich. Axel Duft hatte einen Freistoß in den Strafraum geschlagen und das Leder sprang einem Schott-Abwehrspieler unglücklich auf den Fuß und von dort Zentimeter neben das Tor. Auf der anderen Seite wurde erst Ralf Kaiser von Martin Rustler geblockt, nach der folgenden Ecke jagte Marco Henning das Leder über den Kasten (21.). Im direkten Gegenzug nahm sich Youngster Martin Rießland ein Herz und zog aus 22 Metern ab. Das Leder klatschte an den rechten Pfosten (22.). Nur 3 Minuten später leistete sich Daniel Menzel einen üblen Fauxpas, als er einen hoch in den Strafraum geschlagenen Freistoß unterlief. Zum Glück nahmen die Gäste das Geschenk nicht an (25.).
Eine Standardsituation brachte wenig später den ersten Treffer des Spiels. Axel Duft schlug eine Ecke von der rechten Seite, Daniel Rasch rauschte heran und ließ Just mit seinem scharfen Kopfball keine Chance. (26.). Diese Führung war ein wenig überraschend, denn bislang bestimmten die Gäste die Partie. Jetzt aber wurde die Eintracht besser und sicherer. Martin Rießland wollte per Fernschuss gleich nachlegen, sein Schuss war aber nicht straff genug, sodass Just keine Probleme hatte (28.).
Nach einem Gewühl im Sondershäuser Strafraum lag der Ball in der 36. Minute plötzlich im Tor. Doch der Jubel der Schott-Elf währte nicht lange. Der Assistent hatte eine Abseitsstellung erkannt und seine Fahne gehoben. Er war es auch, der Michael Sobek einen Strafstoß verwehrte. Sobek hatte nach einem Steilpass nur noch Menzel vor sich, touchierte dessen ausgestreckten Arm und ließ sich theatralisch zu Boden fallen. Schiedsrichter Jäntsch piff und zeigte zunächst auf den Punkt, revidierte nach Kontakt mit seinem Assistenten seine Meinung aber und zeigte Sobek die gelbe Karte.
Die letzte Gelegenheit vor der Pause vergab für die Eintracht Martin Rießland (44.).

Nach der Pause sahen die Zuschauer eine gute, ausgeglichene Partie, allerdings ohne die ganz großen Chancen. Erst ein Schuss von Sören Kraft sorgte nach 58 Minuten für Gefahr, doch Just war auf dem Posten. Kurz darauf gab es Freistoß für die Eintracht an der Seitenlinie. Der nach innen geschlagene Ball landete vor den Füßen von Sören Kraft, der schoss seinen Sturmpartner Sebastian Caspar an, von dort prallte der Ball zu Daniel Rasch, der das Leder kurz annahm und aus 8 Metern unhaltbar ins linke untere Eck traf (60.). Die Gäste stürmten jetzt zum Linienrichter, denn sie meinten, eine Abseitsposition erkannt zu haben. Die gab es aber nicht, denn der am Pfosten postierte Abwehrspieler hatte das Abseits aufgehoben. Dieser Treffer gab den Hausherren weiteres Selbstvertrauen und man hatte nicht das Gefühl, als würden sie diese Partie noch aus der Hand geben. Dieses Gefühl bestätigte sich in der 68. Minute. Erneut passten die Gäste bei einer Standardsituation nicht auf und Sebastian Caspar nutzte die sich bietende Gelegenheit. Sein Schuss aus 10 Metern war noch leicht abgefälscht, sodass Just keine Abwehrchance hatte.
Zwar steckten die Jenenser auch nach diesem Treffer nicht auf, die Entscheidung war aber dennoch gefallen. Und manchmal hatte man das Gefühl, die Schakau-Elf hätte noch ewig weiterspielen können, ohne dabei einen Treffer zu erzielen. Bestes Beispiel war der eingewechselte Steffen Richter. Ganz allein vor Daniel Menzel drosch er das Leder fünf Minuten vor dem Ende in den Himmel. Stattdessen hätte die Elf vom Göldner das Ergebnis noch weiter in die Höhe schrauben können. Doch weder die Dreifachchance von Sören Kraft und Martin Rießland (86.), noch die Volleyabnahme von Marcel Kloth (87.) waren von Erfolg gekrönt. Ein 4:0 wäre des Guten auch wirklich zuviel gewesen. Denn so schlecht war die Gästeelf nun wirklich nicht. Sie passte nur in den entscheidenden Momenten nicht richtig auf.
Die Eintracht vediente sich diesen Sieg mit einer starken Leistung. Olaf Glage scheint mit seiner taktischen Umstellung alles richtig gemacht zu haben. Und so sah man nach der Partie viele glückliche und zufriedene Gesichter im Vereinsheim. So kann es weitergehen. Bravo, Eintracht.



Torschützen: 1:0 Daniel Rasch (26.), 2:0 Daniel Rasch (60.), 3:0 Sebastian Caspar (68.)

Schiedsrichter: Michael Jäntsch (Sülzfeld)

Zuschauer: 170

Gelbe Karten: Rasch, Kraft, Bohne / Schakau, M. Sobek, Hoke, Urbansky

Aufstellung Sondershausen:
Daniel Menzel - Frank Tanne, Martin Rustler, Lars Plachy, Marcel Wattrodt - Marcel Kloth, Daniel Rasch (MK), Axel Duft, Martin Rießland - Sören Kraft, Sebastian Caspar (80. André Bohne)

Aufstellung JENAer Glas:
Alexander Just - René Kirsten (66. Steffen Richter), Robert Schakau (MK), Michael Sobek, Frank Berger, Ralf Kaiser, Patrick Hoke (80. Makrim Sawitzkij), Torsten Krause, Marco Henning (68. René Sobek), Frank Schulz, Steffen Urbansky