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Männer Thüringenliga 2006/07

SV BW Niederpöllnitz vs. SC 1903 Weimar
1 : 4

Sieg geht in Ordnung, aber war zu hoch
von Harry


„Der Sieg“, so analysierte ein zerknirschter Trainer beim Sponsorenempfang nach dem Spiel, „geht in Ordnung, aber er fiel viel zu hoch aus, und das stinkt mich mächtig an.“ Während viele den Schuldigen in Schiri Mentzel bald gefunden hatten (er machte zu Beginn der Partie aus seiner Antipathie gegen Niederpöllnitz kein Hehl), blieb der Trainer in seiner Einschätzung realistisch und auch Vorstandsvize Kulhanek meinte: „Seit Weimar hier spielt, habe ich die Mannschaft noch nie so stark gesehen.“ Niederpöllnitz war einfach schlecht drauf an diesem Tag und hatte den Sieg auch nicht verdient. Wie die Niederlage aber zustande kam, das war schon ein Aufjaulen wert. Nach der schnellen Führung durch Oertel, der die Ablage von Lemke unter die Latte schaufelte (3.), setzte postwendend die kollektive Abwehrtrance der Niederpöllnitzer ein. Einen unter Bedrängnis gegebenen Rückpass stufte Menzel als absichtlich ein, ließ den bereits ausgeführten Freistoß auch noch einmal wiederholen, bis dann die Ecke zum Kopfball des dann allerdings sträflich frei stehenden Buschmann und zum 1:1 führte (5.). Und wer nur 10 Minuten zu spät kam, der hatte dann schon drei Tore verpasst, weil in der 9. Minute der Trance-Zustand immer noch anhielt und der um ca. 2 Meter kleinere Müller gegen den Rest der Abwehrwand mit Hinterkopf vollenden konnte (9.).


Nun erst erwachten die Gastgeber und ließen bis zur 39. Minute keine weitere Gäste-Gelegenheit zu (Gehre). Und sie selbst hatten deren eigentlich genug, um den Ausgleich zu markieren. Denn das Spiel „sah nun gar nicht so schlecht aus“ (Steffen Rüdiger). Eichelbergers Schuss am langen Pfosten vorbei (15.), sein Kopfball nur eine Minute später, allerdings in Rückenlage und besonders Oertels Geschoss, das Reiter mit einer Faust über die Latte boxt (29.) waren Chancen, die sich ansehen ließen. Trotzdem: Ganz realistisch betrachtet blieb bei Niederpöllnitz viel Stückwerk. Technische Fehler, Pässe, die niemand erreichen konnte, frei gelassene Gegenspieler und übertriebene Soli  - eine Mannschaftssportart Fußball sieht anders aus. Da aber Weimar nur den Vorsprung zunächst verwaltete, blieb es beim 1:2 bis zur Pause. „Die machen auch Fehler, aber vorn geht halt wenig“, urteilte „Schorsch“ Hempel, Urgestein aus alten Tagen.


Bis zur 56. Minute war dann nicht viel los. Da jagte König eine Flanke Richtung Strafraummitte und Böttger sprang der Ball beim Hineingrätschen an die Hand. „Kann man vertreten“, meinte Karsten Schmidt, Ex-Mannschaftsleiter. Müller ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und schoss einen beruhigenden „Jetzt-können-wir-uns-auf-dem-Zwiebelmarkt-sehen-lassen“ – Vorsprung heraus. Und wenn König in der 62. Minute, völlig frei wieder, seinen Kopfball untergebracht hätte, wäre Niederpöllnitz schon aussichtslos zurück gelegen. So „kämpften sie noch mal, die jungen Burschen“ (Zuschauer) und wollten schon fast jubeln, aber Thoms Schuss landete am Innenpfosten, den Nachschuss bugsierte Böttger aus 3 Metzern über den Kasten (71.). Und auch der in der 77. geforderte Handelfmeter wurde zu Recht nicht gegeben, weil Böttger zuvor Kucharz mit beiden Armen weggestoßen hatte. So blieb es Hanf beschieden, aus einem der zahlreichen schnellen Konter heraus das 1:4 zu besorgen (87.).


Verdient – wie gesagt – war der Sieg allemal. Und es ist auch müßig, über die These nachzudenken, was wäre gewesen, wenn Schiri Mentzel zu Beginn nicht gleich den Faden verloren hätte. Gegen Leinefelde muss nun nächste Woche gepunktet werden – auf Biegen und Brechen. Nicht besonders amüsanter Gedanke.


Homepage SV Blau-Weiß Niederpöllnitz


Torschützen:

1:0 Oertel (3.), 1:1 Buschmann (5.), 1:2, 1:3 Müller (9., 56./HSt), 1:4 Hanf (87.)


BW: Weißgärber, Eichelberger, Thom, Pohle (GK), Oertel (GK), Dennler (GK), Peters, Wolfersdorf (66. Dix), Lemke (GK), Liebold, Böttger.

 

SC: Reiter, Buschmann (85. Becker), Schulz, Ahlgrimm, Brömßer, Müller (72. Häßelbarth), Gehre (78. Oschmann), Kucharz, Hanf, König, Hauke.