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Männer Thüringenliga 2006/07

FC Einheit Rudolstadt vs. FSV Wacker 90 Nordhausen
1 : 3

Gäste mit verdientem Auswärtssieg im Heinepark
von Hartmut Gerlach (Rudolstadt)



Kein Zweifel am berechtigen FSV-Erfolg trotz Ungereimtheiten des Unparteiischen

Der Tenor in beiden Lagern fiel einhellig aus: Der Gast hat dieses Sonntagsspiel hoch verdient für sich entschieden. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass es einige Entscheidungen des jungen Unparteiischen gab, die man beim FC Einheit und, in einem Fall, auch beim Gast ganz anders beurteilte.


Die Etzrodt-Elf begann die Partie bei sommerlichen Temperaturen ohne Zurückhaltung. Schon nach fünf Minuten prüfte Pohl FC-Keeper Müller mit einem Volleyschuss aus 16 Metern. Die Hausherren brauchten einige Minuten, um sich zu ordnen. Als Hiersche von Walther steil geschickt wurde, blieb dem herauseilenden Nordhäuser Schlussmann keine andere Wahl, als den Ex-Blankenburger von den Beinen zu holen. Verwarnung und Elfmeter waren die Folge. Doch zuvor große Proteste auch beim Übungsleiter von Wacker, der deshalb die Bank verlassen musste. Er beschwerte sich lautstark, weil er Hiersche zuvor im abseits gesehen hatte. Wachsmuth blieb unbeeindruckt und jagte die Kugel vom Punkt unter die Latte (14.). Schon im nächsten Angriff kurz darauf hätte Seibel erhöhen können. Er zog aber einem schnellen Abschluss einem möglichen weiteren Lauf mit Ball am Fuß vor. Wohl nur in dem Fall, wenn der Rudolstädter hier zum 2:0 getroffen hätte, wären die Einheimischen an diesem vielleicht als Gewinner vom Platz gegangen.


Denn ab sofort spielte eigentlich nur noch die Wacker-Vertretung. Angetrieben von Mittelfeldregisseur Ciesla, einem im Sommer in den Kuntz-Sportpark gewechselten Polen, und Pistorius, dem lange verletzten Kapitän, zogen die Männer aus der Stadt des Doppelkorns ein gefälliges Spiel auf. So war der Ausgleich nach exakt einer halben Stunde schon keine Überraschung mehr. Zunächst prüfte Ciesla den Einheit-Torhüter mit einem satten Freistoß (25.). Pohl fasste anschließend nach, als ein 18-Meter-Schuss, wiederum von Ciesla, von Müller nur kurz abgewehrt werden konnte, und schob die Kugel aus elf Metern ins entlegene Eck. Nun war die Platzelf mit Protestieren an der Reihe. „Der Schütze spielte das Leder mit der Hand“, machte sich FC-Manager Norbert Oertel zum Sprecher der aufgebrachten Anhänger. Schiedsrichter Jäntzsch, unmittelbar zuvor vom Förderlehrgang „Rennsteiger“ des TFV in Bad Blankenburg angereist, hatte nach eigenem Bekunden nichts bemerkt.


„Wir schaffen es einfach nicht, einen Vorsprung über längere Zeit zu sichern“, ärgerte sich Cheftrainer Thomas Giering. Er monierte, dass das 1:0 keinerlei Sicherheit verliehen habe. „Aber der Gegner war mit seinen sich ihrer Mittel sicheren Akteuren, insbesondere in der spielgestaltenden Zone, einfach besser besetzt“, anerkannte er. Für Gunter Turtenwald hätten sich Pistorius und Ciesla als die Matchwinner erwiesen. „Beide konnten das Spiel sehr gut lesen, holten sich die Bälle aus der eigenen Abwehr und machten fehlerlos in jeder Situation das Richtige“, lobte der Co-Trainer die Korsettstangen der Nordhäuser.


Daran sollte sich auch im zweiten Durchgang nichts ändern, selbst wenn Ciesla sich jetzt die eine oder andere Ruhepause gönnte. Schon fünf Minuten nach Wiederbeginn scheiterte Brack aus vier Metern an Müller. Danach blieb es in den Torräumen für knapp zwanzig Minuten relativ ruhig, wobei den Einheimischen im Vorwärtsgang fast nichts gelang und der FSV die Partie beherrschte. Viel lang geschlagene Bälle wurden nicht behauptet. Es fehlte an Ideen und wohl auch an einem echten Spielgestalter.


Aufregung dann in Spielminute 70. Jäntzsch zeigte zunächst auf den Elfer und nestelte dann zweimal in seinen Taschen. Die Ampelkarte war für den bereits verwarnten Lorenz, der das Foul beging, das Zeichen zum vorzeitigen Kabinenabgang. „Ich habe den Gegner überhaupt nicht berührt. Der hat sich fallen lassen. Und meine erste gelbe Karte war ein Witz“, sah der Kahlaer die Situation. „Klare Sache, ich stand fünf Meter entfernt – Elfer. Und Lorenz, der vor der ersten Verwarnung drei Mal Foul spielte, habe ich diese Karte vorher angedroht“, so der Sülzfelder, der das anständig geführte Spiel mit vielen Pfiffen immer wieder unterbrach.


Pistorius verwandelte sicher (70.). Mit dem Vorsprung im Rücken hätte Nordhausen die Einheit danach abschießen können, wenn Pohl (72.), Hoffmann (83.) ihre Chancen genutzt hätten. Dennoch schlug es noch einmal ein. Pistorius war der Nutznießer, als sich Wachsmuth und Rudolph beim Kopfball behinderten (86.).


Das war der Schlusspunkt unter eine Partie zweier Mannschaften, deren Leistungsunterschiede diesmal doch erheblich waren.


FC Einheit:

Müller, Gerlach, Lorenz (70. GRK), Wachsmuth, Rudolph, Richter (Hofmann), Wiegand, Braunschweig (60. Woitzat), Walther, Seibel, Hiersche.


Homepage FC Einheit Rudolstadt