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Männer Thüringenliga 2006/07

BSV Eintracht Sonderhausen vs. FSV Wacker 03 Gotha
3 : 2

4.Spieltag Thüringenliga 09.09.2006 


Herz-Caspar mit Happy End

Steffen Kliebisch (Sondershausen)

Eins war schon vor Spielbeginn bei strahlendem Sonnenschein klar - bei einer Niederlage gegen Gotha müsste man den Saisonauftakt der Eintracht wohl als misslungen betrachten. Dass die Aufgabe gegen Wacker 03 schwer würde, war ebenso klar. Schließlich hatte die Mannschaft von Holger Bühner in der Vorwoche im Pokal mit 3:2 in Nordhausen gewonnen. Eintracht-Coach Olaf Glage musste auf die verletzten Tino Gerschewski, Michael Weiland und Lars Plachy sowie auf die unter der Woche erkrankten Sören Kraft und Michael Fischer verzichten. Dafür saß Rückkehrer André Bohne ebenso auf der Bank, wie der aus dem Bezirksliga-Team aufgerückte Christoph Dolata.

Die Partie begann vor 250 Zuschauern verhalten. Ein erstes Achtungszeichen setzte Branimir Stanoev nach 10 Minuten, als er von der Strafraumkante über das Tor von Lars Greschke schoss. Keine 60 Sekunden später wurde es dann brandgefährlich im Eintracht-Strafraum, aber Frank Tanne blockte den schön in Szene gesetzten Routinier Piet Schönberg in letzter Sekunde fünf Meter vor dem Tor ab. Nach gut einer Viertelstunde fand sich unsere Mannschaft besser in die Partie. Daniel Rasch probierte es mit einem scharfen Freistoß aus 25 Metern. Der wurde aber von der Mauer leicht abgefälscht und flog so Rainer Behnke im Wacker-Tor genau in die Arme (14.). Zwei Minuten später konterten die Gastgeber über Marcel Wattrodt, der dann auch selbst abschließen musste, weil die mitgelaufenen Sven Baumann und Sebastian Caspar gedeckt waren. Sekunden darauf setzte sich das Torgespenst Sebastian Caspar erstmals an der Strafraumkante durch, verfehlte mit seinem Schuss aus der Drehung das Tor aber knapp (17.). Im nächsten Versuche sollte es dann klappen. Marcel Wattrodt hatte scharf hereingeflankt und Sondershausens Torschütze vom Dienst erzielte per Kopf aus Nahdistanz seinen 6. Treffer im vierten Spiel (19.).


Der Jubel war noch nicht richtig verhallt, da stockte den Gothaern wieder der Atem. Bei einem Konter bediente Caspar den mitgelaufenen Sven Baumann, dem ganz allein vor Behnke aber die Nerven versagten (20.). Nach einem von Behnke entschärften Baumann-Schuss aus 11 Metern war es dann vorbei mit der Sondershäuser Herrlichkeit. Die Gäste wurden wieder etwas aktiver und hätten beinah von einem Querschläger von Dennis Demmer profitiert. Benjamin Pufe nahm den Ball direkt, verfehlte das Tor dann aber doch weit (34.). Größer war da schon Stanoevs Chance in der 37. Minute. Aus 9 Metern kam er frei zum Schuss, Lars Greschke war aber mit einer Weltklasse-Parade zur Stelle. Und weil die Nummer 1 der Eintracht auch gegen den Versuch von Rocco Lux im Nachfassen klären konnte (44.) und Benjamin Pufe von der Strafraumgrenze nicht gut genug zielte (45.) ging der Gastgeber mit der knappsten aller Führungen in die Kabine.

Der aufgrund der Leistung seines Teams ziemlich angefressen wirkende Holger Bühner hatte beim Pausentee scheinbar die richtigen Worte gefunden, denn Wacker wurde nach dem Seitenwechsel aktiver. Mit Steffen Greßler brachte Bühner auch einen neuen Mann ins Spiel. Die erste Gelegenheit im zweiten Spielabschnitt hatte Rocco Lux, der in letzter Sekunde von Daniel Rasch fair vom Ball getrennt wurde. Fünf Minuten darauf fiel dann allerdings doch der Ausgleich. Benjamin Pufe brach links durch und traf freistehend aus Nahdistanz (56.).
Im direkten Gegenzug zog der auffällige Martin Rießland von der rechten Außenbahn nach innen und schloss aus 20 Metern ab, doch Behnke war zur Stelle und lenkte den Ball mit starker Parade zur Ecke (57.). Bei einem erneuten Versuch von Rießland aus 17 Metern musste Behnke wenige Minuten später nicht eingreifen (65.). Kurz zuvor hatte auf der Gegenseite Tobias Busse volley nach einer Ecke verzogen. Die Führung der Gäste entsprang einer Standardsituation. Die Abseitsfalle schnappte nicht zu und so kam Benjamin Pufe frei zum Kopfball, den er unhaltbar für Greschke versenkte (69.).
Als nur zwei Minuten darauf Stanoev nach einem Fehler von Frank Tanne mutterseelenallein vor Lars Greschke stand, schien die Partie entschieden.

Doch wie schon im ersten Durchgang zeigte "Greschi" sein ganzes Können und verhinderte den dritten Gothaer Treffer. Diese Chance sowie die Einwechslung von André Bohne rüttelten die Glage-Buben noch einmal wach. Der erste, der den Ausgleich auf dem Kopf hatte, war Sebastian Caspar. Er kam frei aus 9 Metern an den Ball, brachte aber nicht genug Druck hinter das Leder (74.). Der eingewechselte André Bohne machte es besser. Frank Tanne hatte Sebastian Caspar im Strafraum angespielt. Der schirmte den Ball hervorragend ab und bediente genau im richtigen Moment den durchstartenden Bohne, der wartete bis Behnke das kurze Eck aufmachen musste und dann eiskalt vollendete (75.). Jetzt hatte die Eintracht wieder Lunte gerochen und wollte noch mehr. Nachdem Sebastian Caspar zunächst zu hoch zielte (77.), übte er sich zwei Minuten danach erneut als Vorbereiter. Sein Zuspiel verwertete Marcel Kloth mustergültig gegen eine in dieser Phase überforderte Wacker-Defensive (79.).

In den letzten Minuten hatten die Gothaer nur noch eine Chance. Der eingewechselte Steffen Scheidler schloss aus ungünstiger Position selbst ab und fing sich viele böse Worte des besser positionierten Piet Schönberg ein (80.). Mit etwas mehr Kraft und Kondition hätte die Eintracht den Sieg in der Schlussphase höher gestalten können. Die beste Chance vergab André Bohne in der letzten Minute. Erwähnenswert ist auf alle Fälle noch der engagierte Kurzeinsatz von Christoph Dolata, der wie auch die beiden anderen Reservisten André Bohne und Kevin Kufs nach seiner Einwechslung für viel Bewegung sorgte. Glages Gegenüber Holger Bühner war dagegen mit seiner Halbzeit-Auswechslung scheinbar nicht besonders glücklich. Er verpasste Steffen Greßler die Höchststrafe und holte ihn in der 81. Minute wieder vom Platz.

In einer aufregenden Partie ging am Ende die Eintracht mit einem knappen Sieg vom Platz. Aufgrund der Mehrzahl der richtig guten Torchancen und der tollen Moral nach dem 1:2 geht der Sieg in Ordnung. Die Wiedergutmachung für die Niederlage in Niederpöllnitz ist geglückt. Und Sebastian Caspar hat bewiesen, dass er nicht nur selber Tore schießen kann. Bei den Toren 2 und 3 zeigte er auch seine Qualitäten als Vorbereiter. Er war damit an allen Sondershäuser Treffern beteiligt und wieder einmal der Matchwinner.

Torschützen: 1:0 Sebastian Caspar (19.), 1:1 Benjamin Pufe (56.), 1:2 Rocco Lux (69.)
2:2 André Bohne (75.), 3:2 Marcel Kloth (79.).

Schiedsrichter:
Lothar Kruse (Hundeshagen), Hartmut Nolte (Wingerode), Christian Müller (Beuren)

Zuschauer: 250 (ca. 6 Gäste)

Gelbe Karten: Rießland, Kufs / Müller, Greßler
Besondere Vorkommnisse: keine

Aufstellung Sondershausen:
Greschke - Rasch, Tanne, Rustler - Wattrodt, Rießland (73. Kufs), Duft (64. Bohne), Kloth, Demmer - Caspar, Baumann (87. Dolata)

Aufstellung Gotha:
Behnke - Busse, Ertmer, Otto, Schönberg, Stanoev, Müller, Lux (77. Scheidler), K. Staude (46. Greßler/81. T. Staude), Spangenberg, Pufe