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Männer Thüringenliga 2006/07

FC Einheit Rudolstadt vs. SV SCHOTT JENAer Glas
2 : 1

Das berühmte glückliche Händchen beim Einwechseln
Hiersche stellte mit Kopfball knappen Sieg kurz vor dem Ende sicher
 

Spielbericht von Hartmut Gerlach

Die Rudolstädter behalten für den SV SCHOTT den Status eines Angstgegners. Denn auch im fünften Vergleich in Folge blieben die Gastgeber Sieger. Dass am Ende in einem auf mäßigem Niveau stehenden, allerdings recht anständig geführten Treffen nur der „Dreier“ zählt, wollte auch im Lager des Gewinners niemand in Abrede stellen. Einen Schönheitspreis galt es für die neuformierte Giering-Elf ohnehin nicht zu gewinnen.

 

Dabei hatte man angesichts der Vorpausenleistung der Gäste gegen Heiligenstadt am letzten Spieltag beim FC Einheit durchaus Manschetten vor dem Kontrahenten. So lautete die Devise von Trainer Thomas Giering zunächst einmal, die Deckung zu sichern. Da auch Gegenüber Wolfgang Schakau seine Mannen nicht mit dem bedingungslosen Marschbefehl Richtung FC-Gehäuse ausstattete, blieben Torchancen Mangelware und der gegenseitige Respekt war fast körperlich zu spüren. Die beste besaß Metsch, Ballhalter und ideenreicher Ballverteiler im Sturmzentrum in Person und von Giering deshalb als einer der Besten geadelt, der frei zum Zuge kommend, am prächtig reagierenden Jenaer Schlussmann Just scheiterte (6.). Die Antwort der Zeiss-Städter ließ sieben Minuten auf sich waren. Da jagte Schwesinger die Kugel knapp am Winkel aus halblinks vorbei. Danach zischte ein Kaiser-Schuss über den Müller-Kasten (23.) Rudolstadt konterte mit Leibs gefährlicher Ecke, die keinen Abnehmer fand (32.). Aber fast aus dem Nichts heraus stand es 1:0 für die Platzelf. Woitzat kam nach einem abgeprallten Schuss ans Leder, hatte freie Position, behielt die Übersicht und verwandelte (37.). Aber die Freude der Hausherren über die Führung dauerte ganze 120 Sekunden. Da nahm Ex-Profi Schwesinger aus 20 Metern bei einem Freistoß genau Maß und ließ Müller in der Torwartecke keine Abwehrmöglichkeit.

 

Kurz vor dem Pausensignal des unauffällig leitenden Unparteiischen donnerte Walther das Streitobjekt an die Querlatte (44.).

 

Mit Wiederbeginn besaßen die Schottianer zunächst leichte Vorteile, wobei die besseren Möglichkeiten obwohl nicht unbedingt hochkarätiger Natur, dennoch bei den Heidecksburgstädtern lagen. Bei Zweikampf gegen Woitzat (47.) wurde schon der Ruf nach Strafstoß laut. Walther segelte danach knapp am Ball vorbei (51.). Wenig später verpasste Metsch ebenfalls eine Eingabe (50.).

 

So richtig in Fahrt kam Jena auch in dieser Phase nie. „Wir agierten spielerisch und läuferisch schwach und zeigten nur wenig Charakter. Es gab auch kaum Chancen für uns“, machte Schakau aus seinem Herzen keine Mördergrube. Dass dies so war, war vor allem ein Verdienst der Defensivleute in grün-gelb. „Die nahezu fehlerlose Partie der Leute hinten war der Schlüssel zum Erfolg“, zollte Giering den Lorenz, Wachsmuth, Gerlach und Rudolph in der modernen Viererkette Lob. Dabei hatten alle Akteure mit Torverhinderungsaufgaben durchaus Muße, sich bei jeder Gelegenheit offensiv zu orientieren. Nicht von ungefähr bereitete Gerlach den Siegtreffer vor.

 

Doch das Trainergespann hatte noch drei Joker, sprich Einwechsler im Ärmel. Die frischen Leute hätten letztlich die Begegnung entschieden, freute sich der Chefcoach gemeinsam mit seinem Assistenten Gunter Turtenwald hinterher über ihr glückliches Einwechsel-Händchen. Für den keineswegs enttäuschenden Woitzat, der ein großes Laufpensum absolvierte und ausgelaugt war, sowie die ebenfalls überzeugenden Thiele und Leib, kamen mit Hiersche, Hoffmann und Gäbler ehrgeizige, ausgeruhte Kräfte. Und als Gerlach eine seiner vielen Flanken nach innen brachte, schraubte sich Hiersche am höchsten und köpfte ein (85.), nachdem unmittelbar zuvor Schwesinger aus verheißungsvoller Position vergab. Hier zeigte man bei den Glaswerkern ein wenig mit dem Finger auf Just, der auf der Linie verharrte. Aber Wolfgang Schakau verkannte auch nicht, dass die Einheit-Spieler einfach mehr Einsatz und Siegeswillen in das Match investierten. Den Rest inklusive Nachspielzeit brachte der Vorjahreszehnte mühelos über die Runden und war sogar dem 3:1 nahe. In einem fairen Vergleich ereilte Schakau, wohl noch der stabilste Jenenser, die Ampelkarte nach wiederholtem Foulspiel (90.). 


Die Statistik:


FC Einheit Rudolstadt:

Müller, Gerlach, Wachsmuth, Lorenz, Rudolph, Wiegand, Walther, Thiele (64. Hiersche), Leib (80. Gäbler), Woitzat (71. Hoffmann), Metsch.


SV SCHOTT JENAer Glas:

Just, Kirsten, Schakau, Ulrich, Urbansky, Henning, Hoke (53. Schulz), Kaiser (60. R. Sobek), Krause, Bengs (71. Richter), Schwesinger


Torfolge:

1:0 Woitzat (37.), 1:1 Schwesinger (39.), 2:1 Hiersche (85.).


Zuschauer: 200

Schiedsrichter: Fache (Altenburg).