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Männer Thüringenpokal

FC Rot-Weiß Erfurt vs. ZFC Meuselwitz
0 : 3

Zipse folgt Jena ins Pokalfinale

Spielbericht von J.K. www.zfc.de

Nach einem 3:0 Auswärtserfolg beim Oberliga-Spitzenreiter FC Rot-Weiß Erfurt konnte unser ZFC am Sonntag, dem 27.03.2022, das Ticket für das diesjährige Pokalfinale lösen und freut sich jetzt auf die anstehende Partie gegen den FC Carl Zeiss Jena.

Vor großer, stimmungsvoller Kulisse, darunter auch ca. 60 Zipsendorfer Schlachtenbummler, wollte der Oberligist die Euphorie der letzten, äußerst erfolgreichen Spiele mitnehmen und hatte im heimischen Steigerwaldstadion den ersten guten Angriffsmoment. Zipse-Keeper Jean-Marie Plath hatte dabei aber wenig Mühe, die Aktion zu entschärfen (8‘). Den ersten Eckball im Spiel hatte dann unsere Mannschaft. Max Kulke brachte den Ball in der 11. Spielminute mustergültig in den Strafraum, wo sich Andy Trübenbach perfekt in Szene setzte und mit einem schönen Kopfball zum 0:1 einnetzte. Die Hausherren und ihre lautstark supportenden Fans zeigten sich im Angesicht des frühen Rückstandes wenig geschockt und probierten weiter nach vorn zu spielen. Nach 15 Minuten zappelte der Ball das nächste Mal im Erfurter Kasten. Felix Müller hatte nach einem Kulke-Freistoß per Kopf getroffen, doch sein Treffer wurde vom Schiri wegen eines vermeintlichen Foulspiels nicht gegeben. Im weiteren Verlauf gab es zusehends mehr Körperkontakt, einige Nickligkeiten, dafür aber nur wenige Torraumszenen. Nach einer halben Stunde handelte sich der Erfurter Til Linus Schwarz wegen überhartem Einsteigen eine Gelbe Karte ein, die noch Folgen haben sollte. Unser ZFC stand in der Abwehr soweit sicher und hatte nach 34 Minuten, nach einem schönen Angriff, die Riesenchance, den zweiten Treffer zu erzielen. Bedauerlicherweise schoss Andy Trübenbach den Ball aus Nahdistanz knapp über das Tor. Kurz vor der Halbzeitpause wurde die Partie dann noch etwas ruppiger. Zuerst zog sich Zipse Kapitän René Eckardt eine Platzwunde zu, musste behandelt werden und wurde natürlich auch noch von den Erfurter Fans des „Schauspiels" bezichtigt (45‘). Ein paar Minuten später zog sich dann Schiedsrichter Michael Wilske den Unmut der gesamten Erfurter zu, als er Til Linus Schwarz, nach einem Foul an Jegor Jagupov, die Ampelkarte zeigte (45+4‘).

Mit der knappen Zipsendorfer Führung, Begleitschutz für die Schiris und „Schieber-Rufe" aus dem gesamten Erfurter Fan-Lager, ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Erfurter, dass sie sich trotz Dezimierung noch nicht aufgegeben hatten. Es waren kaum fünf Minuten in der zweiten Halbzeit gespielt, als Felix Müller in höchster Not, einen Schuss von Fatlum Elezi per Kopf vor der Linie rettete (49‘). Das hätte der Ausgleich sein können, aber auch diese Gelegenheit ließen die Erfurter liegen. Die Strafe für solche ausgelassenen Gelegenheiten ließ nicht lange auf sich warten. Einen langen Pass von Nils Miatke verwandelte Andy Trübenbach mit einer wunderschönen Direktabnahme zum vorentscheidenden 0:2 (50‘). Dieser Treffer zeigte nun auch bei dem Oberligisten Wirkung und Zipse kontrollierte die Partie bis zur 70. Spielminute nach Belieben. Danach rüttelten die nicht aufgebenden Erfurter nochmal an den Ketten, wobei der kurz zuvor eingewechselte Ex-Zipse-Kicker Romarjo Hajrulla immer wieder für Gefahr sorgte. Doch weder er noch Artur Mergel und auch nicht Amougou Nkao konnten an diesem Tag selbst allerbeste Gelegenheiten nutzen. So spielte unsere Mannschaft geschickt die Zeit herunter und konnte in der Nachspielzeit mit einem herrlichen Sonntags-Schuss von Nils Miatke sogar noch das dritte Tor nachlegen. Am Ende feierten unsere Mannschaft und die mitgereisten Zipse-Fans den verdienten Sieg sowie den Einzug in das Pokalfinale. Aber auch die Erfurter Fans, die das ganze Spiel über einen Wahnsinns-Support hinlegten, feierten ihre Rot-Weißen und zeigten lautstark, dass sie auch in Momenten der Niederlage hinter der Mannschaft stehen.

Stimmen zum Spiel David Bergner (Trainer ZFC Meuselwitz): "Man muss sagen, wenn man die Zuschauer sieht, freut man sich darauf, im nächsten Jahr mit Meuselwitz wieder nach Erfurt zu kommen. Es war eine tolle Atmosphäre. Wir sind glücklich, dass wir im Finale gegen Jena spielen dürfen. Wir kamen nicht so gut rein. Der Knackpunkt war die Gelb-Rote. Dann kriegt Erfurt in der Drangphase das zweite Tor. Dann war der Drops gelutscht. Die Jungs können jetzt vom Pokalsieg träumen. Unser Hauptaugenmerk bleibt der Klassenerhalt. Das Pokalspiel nehmen wir gerne mit."

Fabian Gerber (Trainer FC Rot-Weiß Erfurt): "Es war mehr drin. In der ersten Halbzeit haben wir es nicht so gut gemacht. Das 0:1 zieht den Stecker für einen Moment. Mit der Roten Karte wird es schwer. Wie sich die Jungs rein gehauen haben, wir hätten noch das 1:2 machen können. Es hat aber nicht sollen sein. Wir haben insgesamt ein gutes Spiel gemacht. Es wirft uns nicht zurück, es geht nächste Woche schon weiter in der Oberliga. Die Priorität bleibt die Liga, der Aufstieg wäre sensationell. Aber wir sind enttäuscht, es wäre mehr möglich gewesen."

Die Torfolge:
0:1 Andy Trübenbach (11.)
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0:2 Andy Trübenbach (50.)
0:3 Nils Miatke (90.+1)

FC Rot-Weiß Erfurt:
Petzold - Bär (73. Seidemann), Nkoa, Schwarz (45.+4 GRK), A. Startsev (C) - Elezi, Kerasidis (57. Hajrulla) - Tavares, Manu, Nsimba (57. Ndiaye) - Mergel

ZFC Meuselwitz:
Plath - Moritz, Felix Müller, Senkbeil, Miatke - Stenzel - Trübenbach, Eckardt (C / 53. Kadric), Kulke, Jagupov (82. Becker) - Hansch (66. Jahn)

Schiedsrichter: Michael Wilske (Bretleben)

Zuschauer: 3.597
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